FBI sucht Betrügerin
Frau gaukelt Tumor vor und streift Spenden ein
Bei so viel gewissenloser Dreistigkeit landet man auf der „FBI Most Wanted“-Fahndungsliste. Dank ihrer spendablen Gemeinde in Pennsylvania konnte sich Vanessa O’Rourke gleich zwei experimentelle Behandlungen gegen ihren Gehirntumor finanzieren. In Australien. Nur dass die Behörden ihr inzwischen vorwerfen, ihre tödliche Krankheit nur vorgetäuscht zu haben und stattdessen in Down Under Dauerurlaub gemacht zu haben.
O’Rourke war gerade 26, als sie sich 2015 mit einer traurigen Nachricht an ihre Freunde, Familienangehörigen und Mitglieder ihrer Gemeinde wandte. Sie informierte diese, dass sie an einem Glioblastom leidet – einer besonders aggressiven und meist tödlich verlaufenden Form eines Gehirntumors. Ihre einzige Hoffnung aufs Überleben: eine in den USA nicht zugelassene Wunderbehandlung in Australien.
Strandurlaub statt Tumorbehandlung
Dafür sammelte sie schon innerhalb weniger Wochen durch zwei Spendengalas in ihrer Kleinstadt Harleysville genug Geld für einen Flug. Laut FBI allerdings gab sie die Spendengelder nicht für eine medizinische Behandlung aus, sondern verprasste das Geld für einen Strandurlaub.
Mit diesen Bildern fahndet das FBI nach der 37-Jährigen:
Laut dem Sender WGAL flossen in der Zwischenzeit weiterhin Spenden auf ihr GoFundMe-Konto, auf dem fast 12.000 Dollar zusammenkamen. Genug, um ein zweites Mal zu fliegen – angeblich für eine weitere Behandlungsrunde. Doch dann wurden einige der Spender misstrauisch und informierten die Behörden in Pennsylvania. Die fanden heraus, dass O’Rourke nie in den USA mit einem Gehirntumor diagnostiziert worden war.
37-Jährige spurlos verschwunden
Doch als die Ermittler im Mai 2018 genug Beweise für eine Anklage wegen Überweisungsbetrugs hatten, war die „Todkranke“ spurlos verschwunden. Die Fährte wurde kalt – bis das FBI jetzt kürzlich laut der Justiz-Webseite „Law and Crime“ Hinweise bekam, dass O’Rourke ihre Hochstapler-Zeit in Australien genutzt und sich dort ein zweites Leben aufgebaut haben soll. Wer sie dort antrifft oder ihren Aufenthaltsort erfährt, soll dies der US-amerikanischen Botschaft melden.








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