26.01.2006 13:33 |

Piraten-Opfer

Polizei faux-pas: Skelett war 500 Jahre alt

Die französische Polizei stand zwei Jahre lang vor einem schier unlösbaren Rätsel: das aus dem Meer gefischte Skelett einer angeblich rund 30-jährigen Frau konnte einfach nicht identifiziert werden. Erst durch eine Radio-Carbon-Untersuchung konnte jetzt festgestellt werden, dass es sich um eine 500 Jahre alte Leiche handelt...

Als das Skelett 2003 aus dem Meer gefischt wurde, war die Aufregung groß. Sofort machte sich die Polizei daran, DNA-Proben zu entnehmen und mit jenen von vermissten Personen zu vergleichen. Zuerst nahm man an, dass es sich um das Skelett einer verschwundenen Ärztin aus der Normandie handeln musste, aber auch diese Fährte führte ins Nichts.

Das Rätsel konnte nun aber endlich gelöst werden: mittels einer Radio-Carbon-Untersuchung konnte der Todeszeitpunkt auf 1401 bis 1453 festgelegt werden - also mehr als 500 Jahre früher als angenommen.

Die französische Polizei hat den Akt nun geschlossen. Anhand der Schädelverletzungen konnte man immerhin feststellen, dass die Frau durch einen stumpfen Gegenstand erschlagen worden war. "Wir gehen davon aus, dass es Piraten waren", so ein Polizeisprecher, "Wenigstens wissen wir jetzt das Datum..."

Dienstag, 11. Mai 2021
Wetter Symbol