Heimische Grillkohle ist nach dem Giftskandal sehr gefragt, und Alternativen sind nicht billig. Viele setzen auf neue Technik beim Garen.
Nach dem aufgedeckt wurde, dass mit Dioxin vergiftete Grillbriketts aus Italien nach ganz Europa geliefert wurden (die „Krone“ berichtete), könnte einem das Grillen im Sommer glatt vergehen. Denn das Dioxin aus den Briketts wird nicht nur eingeatmet, sondern auch vom Grillgut aufgenommen. Womit kann man jetzt also noch grillen, ohne seine Gesundheit zu gefährden?
Die Nachfrage nach heimischer Grillkohle wäre durchaus gegeben, aber die Mengen, die heimische Köhler anbieten können, geben dem Handel nicht genug Liefersicherheit, berichtet die Wirtschaftskammer Burgenland. Deshalb sei der Handel auf internationale Lieferketten angewiesen. Jörg Lebrecht, Geschäftsführer des BBQ-Stores in Eisenstadt, rät in jedem Fall zu Markenware; „Mit stark gepresster Holzkohle von ,Big Green Egg‘ oder von ,Napoleon‘ ist man auf der sicheren Seite, und man hat eine gute Leistung der Kohle beim Grillen.“
Stark gepresste Holzkohle von Marken
Bleibt noch der Preis zu erwähnen, der beim Sack von Big Green Egg bei stolzen 43 Euro liegt und bei „Napoleon“ um die 20 Euro. Werner Adelmann, Sprecher für den Baustoffhandel in der Wirtschaftskammer, rät: „Man sollte nur Grillbriketts kaufen, die auf der Verpackung eine Zertifizierung wie DIN+ oder FSC aufweisen.“ Jörg Lebrecht bemerkt: „Die klassische Grillkohle verliert an Bedeutung. Für viele Grillfans bleibt sie Symbol für authentisches Barbecue, doch der Trend geht klar Richtung alternativer Brennstoffe. Besonders Gasgrills sind beliebt, aber auch Pellets gewinnen Marktanteile. Lebrecht glaubt: „Der Grund dafür liegt nicht zuletzt im veränderten Lebensstil vieler Konsumenten. Zeit wird zunehmend zum knappen Gut, gleichzeitig steigt der Wunsch nach unkomplizierten und verlässlichen Lösungen.“ Moderne Grillgeräte sollen schnell einsatzbereit sein, eine konstante Temperatur liefern und wenig Aufwand verursachen. Die Zeit wolle man nicht mit dem Anzünden oder Nachregulieren verbringen, sondern mit Familie, Freunden und gutem Essen. Und das gehe mit den neuen Geräten leichter.
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