Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am späten Samstagabend in Frastanz in Vorarlberg, nachdem sich eine Autofahrerin einer Polizeikontrolle entzogen hatte. Die Frau stand offenbar unter Drogeneinfluss und besaß keinen Führerschein.
Gegen 23.10 Uhr versuchte eine Streife der Polizei im Walgau, den Wagen der Frau für eine routinemäßige Kontrolle anzuhalten. Die Lenkerin ignorierte die Anhaltezeichen allerdings und raste mit hoher Geschwindigkeit davon. Die Flucht war zunächst erfolgreich, denn im Zuge der umgehend eingeleiteten Fahndung verloren die Beamten das Fahrzeug zunächst aus den Augen.
Frontalzusammenstoß im Kreisverkehr
Kurze Zeit später ging bei der Polizei die Meldung über einen schweren Verkehrsunfall ein. Wie die bisherigen Ermittlungen zeigen, hatte die Fahrerin nach erfolgreicher Flucht den Fuß nicht vom Gaspedal genommen und war mit stark überhöhter Geschwindigkeit weitergebrettert. Im Bereich des Kreisverkehrs an der Bahnhofstraße (L190) in Frastanz bog sie entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung in den Kreisel ein. Dort prallte ihr Wagen frontal in das Auto eines ordnungsgemäß entgegenkommenden Fahrers.
Drei Verletzte und positiver Drogentest
In dem gerammten Fahrzeug befanden sich neben dem Lenker vier weitere Insassen. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die Unfallverursacherin sowie zwei Personen aus dem anderen Pkw verletzt. Alle drei wurden zur medizinischen Versorgung in das Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht, konnten dieses jedoch nach kurzer Behandlung wieder verlassen.
Die Polizei stellte bei der Unfallaufnahme fest, dass die Beschuldigte keine gültige Lenkberechtigung besitzt. Zudem verlief ein vor Ort durchgeführter Speichelvortest positiv auf THC und Kokain. Die weiteren verkehrs- und strafrechtlichen Ermittlungen der Polizei laufen.
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