Die Tiwag setzt mit dem Projekt Innstufe Imst-Haiming einen wichtigen Schritt für eine nachhaltige Energiezukunft. Das Vorhaben nutzt die bestehenden Wasserressourcen sinnvoll aus.
Der Bau der Innstufe Imst-Haiming ist in mehrerlei Hinsicht ein besonderes Projekt für die Schaffung von sauberer Energie. Vor allem deshalb, weil bestehende Ressourcen effizient genutzt werden. So wird zum Beispiel kein zusätzliches Wasser aus dem Inn entnommen und es müssen auch keine neuen Querbauwerke errichtet werden.
Als sogenanntes Ausleitungskraftwerk verwendet das neue Kraftwerk in Haiming stattdessen jenes Wasser weiter, das bereits im Kraftwerk Imst erneuerbaren Strom erzeugt hat.
Die 12 rein elektrisch betriebenen Lkw sind wesentlicher Teil der Baustellenflotte und sparen während der Bauzeit 2,5 Mio. Liter Diesel und 6000 Tonnen CO2 ein.

Tiwag-Direktor Alexander Speckle
Bild: Johanna Birbaumer
Triebwasser über 14 Kilometer langen Stollen
Das Triebwasser wird dazu über einen 14 Kilometer langen unterirdischen Stollen von Imst nach Haiming geleitet, um dort in einem unterirdischen Kavernenkraftwerk mittels zweier hocheffizienter Francis-Turbinen Strom zu erzeugen. „Dadurch wird das Potenzial des Wassers gleich doppelt genutzt, nachhaltig und ressourcenschonend“, betont Tiwag-Vorstandsdirektor Alexander Speckle, der unter anderem für die Bereiche Energieerzeugung und den Kraftwerksbau verantwortlich ist.
Pro Jahr eine Einsparung von 188.000 Tonnen CO₂
Und das sind einige der wichtigsten Kennzahlen des Tiwag-Großprojektes:
252 Millionen Kilowattstunden (kWh) zusätzlicher erneuerbarer Strom werden durch das Kraftwerk pro Jahr erzeugt – genug, um den Jahresbedarf von 60.000 Haushalten abzudecken. „Das ist ein wichtiger Beitrag für die Energieautonomie Tirol 2050“, führt der Tiwag-Vorstand aus.
40 Prozent des erneuerbaren Stroms werden durch die obenliegenden Speicher im Winter produziert, wodurch die Winterlücke ein Stück weit geschlossen wird.
Durch die Produktion des sauberen Stroms werden so 188.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.
Die Tiwag investiert in das Werk 680 Millionen Euro und leistet damit auch einen großen Beitrag zur Wertschöpfung in der Region.
Wichtig ist der Tiwag natürlich auch die Einbindung der Region. Die Bevölkerung wird bei wichtigen Meilensteinen beteiligt, beispielsweise beim Spatenstich mit Gemeindevertretern und örtlichen Vereinen, der Namensgebung der Tunnelbohrmaschine mit der Volksschule Haiming (die „Krone“ berichtetet über den „Haimo“ ) oder beim Tag der offenen Baustelle.
Das Kraftwerk ist quasi im Berg versteckt
Mit dem „Haimo“ wird ein 14 Kilometer langer Triebwasserweg von Imst nach Haiming gebohrt. Das sogenannte Kavernenkraftwerk selbst liegt quasi versteckt im Berg. „Die Schwallbelastung durch das bestehende Kraftwerk in der Imsterau wird für den Inn stark reduziert: Durch das neue Schwallausgleichsbecken in Haiming wird das Wasser gleichmäßig zurückgegeben, was die Gewässerökologie im Inn verbessert“, erklärt Vorstand Speckle.
Stolz ist er auch auf die E-Lkw-Flotte, die beim Bau zum Einsatz kommt. „Das bringt eine erhebliche CO₂-Einsparung. Die zwölf rein elektrisch betriebenen Lkw sind wesentlicher Teil der Baustellenflotte und sparen während der Bauzeit 2,5 Mio. Liter Diesel und damit 6000 Tonnen CO2 ein“, zeigt Alexander Speckle auf.
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