Wienerin (77) gerettet

Chirurgen entfernten 1,5 Kilo schweren Lungentumor

Wien
05.06.2026 09:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Leidensweg einer 77 Jahre alten Wienerin ist zu Ende: Der Pensionistin würde jüngst in der Klinik Floridsdorf in einer vierstündigen OP ein riesiger Lungentumor entfernt – mit einem Gewicht von eineinhalb Kilogramm.

„Ich habe in meiner fast 20-jährigen Berufslaufbahn noch keinen so großen Lungentumor gesehen“, berichtet Thoraxchirurg und Operateur Michal Benej. Assistiert haben ihm bei der OP Thoraxchirurg Thomas Klikovits und Herzchirurg Bernhard Winkler, teilt das Klinikum Floridsdorf am Freitag via Aussendung mit.

v.l.n.r.: Die 77-Jährige zwischen Thoraxchirurg Thomas Klikovits und Stefan Watzka (Vorstand ...
v.l.n.r.: Die 77-Jährige zwischen Thoraxchirurg Thomas Klikovits und Stefan Watzka (Vorstand Thoraxchirurgie, im Vordergrund: Thoraxchirurg Michal Benej(Bild: Wiener Gesundheitsverbund / Birgit Wachet)

77-Jährige wegen Tumor ans Bett gefesselt
Bei dem bei der 77-Jährigen entfernten Lungentumor handelt es sich um einen sogenannten solitären fibrösen Tumor – eine seltene Form meist gutartiger Weichteiltumoren. Vor allem die Größe kann zu schweren Problemen führen und der Tumor auf große Gefäße und Organe drücken. Im Falle der betroffenen Wienerin führte der Tumor bereits zu Atembeschwerden, Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge und drückte schon auf das Herz. Der Gesundheitszustand der Frau war bereits so massiv eingeschränkt, dass sie bettlägerig war.

Hunderte Thorax- und Herz-OPs in der Klinik Floridsdorf

  • Österreichs größte Thoraxchirurgie in der Klinik Floridsdorf ist spezialisiert auf chirurgische Eingriffe bei Verletzungen, Fehlbildungen oder Tumorerkrankungen im Bereich des Brustraumes.
  • 90 Prozent der Patienten sind Lungenkrebspatienten. Für sie werden laufend neue Verfahren und Therapien zur Behandlung von Lungenkrebs bzw. Metastasen in der Lunge entwickelt.
  • An der Thoraxchirurgie der Klinik Floridsdorf werden jährlich rund 1200 Operationen durchgeführt.
  • An der Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie der Klinik Floridsdorf werden jährlich an die 700 bis 750 Herzoperationen durchgeführt.
  • In einem der modernsten Hybrid-OP-Säle Österreichs werden in enger Zusammenarbeit mit Radiologen und Kardiologen minimalinvasive Eingriffe an den Herzklappen und endovaskuläre Stentimplantationen der gesamten Aorta und an den großen Gefäßen durchgeführt.

„Chirurgische Entfernung einzig wirksame Methode“
„Bei diesen Tumoren helfen weder Chemo- noch Strahlentherapie“, erläutert Michal Benej. An der komplexen OP selbst seien insgesamt zehn Personen beteiligt gewesen, wurde mitgeteilt. Neben dem Team der Thoraxchirurgie waren deshalb auch Spezialisten der Herzchirurgie im Einsatz, „um die Patientin im Bedarfsfall sofort an die Herz-Lungen-Maschine anschließen zu können“, heißt es in der Aussendung.

 „Die chirurgische Entfernung ist die einzige wirksame Behandlungsmethode – auch wenn der Eingriff in diesem Fall mit einem hohen Risiko verbunden war. Doch nun ist die Patientin geheilt, sie hat keine Einschränkungen mehr und es sind keine weiteren Therapien nötig“, so Thoraxchirurg Benej.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung