Der Leidensweg einer 77 Jahre alten Wienerin ist zu Ende: Der Pensionistin würde jüngst in der Klinik Floridsdorf in einer vierstündigen OP ein riesiger Lungentumor entfernt – mit einem Gewicht von eineinhalb Kilogramm.
„Ich habe in meiner fast 20-jährigen Berufslaufbahn noch keinen so großen Lungentumor gesehen“, berichtet Thoraxchirurg und Operateur Michal Benej. Assistiert haben ihm bei der OP Thoraxchirurg Thomas Klikovits und Herzchirurg Bernhard Winkler, teilt das Klinikum Floridsdorf am Freitag via Aussendung mit.
77-Jährige wegen Tumor ans Bett gefesselt
Bei dem bei der 77-Jährigen entfernten Lungentumor handelt es sich um einen sogenannten solitären fibrösen Tumor – eine seltene Form meist gutartiger Weichteiltumoren. Vor allem die Größe kann zu schweren Problemen führen und der Tumor auf große Gefäße und Organe drücken. Im Falle der betroffenen Wienerin führte der Tumor bereits zu Atembeschwerden, Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge und drückte schon auf das Herz. Der Gesundheitszustand der Frau war bereits so massiv eingeschränkt, dass sie bettlägerig war.
„Chirurgische Entfernung einzig wirksame Methode“
„Bei diesen Tumoren helfen weder Chemo- noch Strahlentherapie“, erläutert Michal Benej. An der komplexen OP selbst seien insgesamt zehn Personen beteiligt gewesen, wurde mitgeteilt. Neben dem Team der Thoraxchirurgie waren deshalb auch Spezialisten der Herzchirurgie im Einsatz, „um die Patientin im Bedarfsfall sofort an die Herz-Lungen-Maschine anschließen zu können“, heißt es in der Aussendung.
„Die chirurgische Entfernung ist die einzige wirksame Behandlungsmethode – auch wenn der Eingriff in diesem Fall mit einem hohen Risiko verbunden war. Doch nun ist die Patientin geheilt, sie hat keine Einschränkungen mehr und es sind keine weiteren Therapien nötig“, so Thoraxchirurg Benej.
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