Im Land Salzburg

Tageszentren sollen große Pflege-Lücke schließen

Salzburg
17.02.2026 16:15

Neun neue Einrichtungen sind in den kommenden Jahren im Land Salzburg geplant. Diese sollen vor allem pflegende Angehörige entlasten. Auch mehr Seniorenheime kommen. Dabei ist die Suche nach Pflegerpersonal weiterhin ein großes Thema. „Die eine richtige Lösung gibt es nicht“, ist Landesrat Wolfgang Fürweger überzeugt.

Insgesamt 31 Tageszentren gibt es derzeit im Land Salzburg. Diese entlasten vor allem pflegende Angehörige. Die Senioren sind unter Tags in den Einrichtungen gut versorgt und am Abend im Kreis der Familie. Im Jahr 2024 wurden 1202 Personen in diesen Zentren betreut, und die Zahl steigt stetig an. In den kommenden Jahren sollen im Land neun Tageszentren hinzukommen. Diese sind eine wichtige Zwischenstufe zum Seniorenheim. Bereits heuer wird in Eugendorf, St. Johann und Eben eröffnet. Weitere sind in Lofer, Radstadt, Kuchl, Golling und in der Stadt Salzburg geplant. In Seekirchen wird die Einrichtung um acht Plätze erweitert.

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Wir versuchen, Lücken in der Versorgung zu schließen und werden die Strategie weiter verfolgen, auch wenn es derzeit finanziell schwierig ist.

Soziallandesrat Wolfgang Fürweger

Ebens Bürgermeister Franz Fritzenwallner vor dem neuem Tageszentrum.
Ebens Bürgermeister Franz Fritzenwallner vor dem neuem Tageszentrum.(Bild: Markus Tschepp)

Zahl der alten Menschen wird stark ansteigen
Wegen der demografischen Entwicklung werden in Zukunft auch mehr Plätze in Seniorenheimen benötigt. „Die Zahl der über 85-Jährigen wird in den kommenden zehn Jahren um 60 Prozent steigen“, erklärt Abteilungsleiter Andreas Eichhorn. Derzeit sind es in Salzburg 15.500 Menschen. „Wir erarbeiten derzeit den Bettenbedarfsplan für 2035. Dieser sollte bald fertig sein“, sagt Soziallandesrat Wolfgang Fürweger (FPÖ). Einige Projekte sind derzeit in Planung.

Das größte Problem wird auch in Zukunft das Personal sein. Von den knapp 5000 derzeitigen Betten im Land sind im Moment 214 wegen Personalmangel gesperrt. Neue Betten können nur mit mehr Pflegern auch geöffnet werden. „Es gibt dafür nicht die eine Lösung, sondern einen guten Mix vieler Maßnahmen“, so der Landesrat. Zu diesem gehört etwa die Pflegelehre, niederschwellige und berufsbegleitende Ausbildung oder noch effektivere Personalsuche. Ebenso bräuchte es laut Fürweger eine eigene Ausbildung für die Langzeitpflege.

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