FPÖ-Spitzenkandidat Helmut Fiedler nimmt nach der gestrigen Gemeinderatswahl in Neunkirchen sein Mandat an, möchte jedoch weder mit der SPÖ, noch mit der ÖVP koalieren. Vor allem die Landes-ÖVP habe ihm mit „unfassbarer Brutalität die Tür für eine Koalition zugeschlagen“. Kommt jetzt Schwarz-Rot?
Bereits einen Tag nach der Wahl ist für FPÖ-Spitzenkandidat Helmut Fiedler klar: er wird in keine Koalition mit SPÖ oder ÖVP gehen. „Der Wählerauftrag erging klar in Richtung ÖVP und SPÖ, die gemeinsam eine satte Mehrheit von über 60 Prozent vereinen“, so Fiedler. „Jetzt aus dem dritten Platz einen Regierungsauftrag zu konstruieren, das machen wir nicht“, erklärt er.
Kritik übt er dabei auch an der Landes-ÖVP, die seiner Meinung nach die Tür für eine Koalition „mit unfassbarer Brutalität zugeschlagen hat“, so Fiedler.
Für Landes-ÖVP ist Fiedler „der“ Wahlverlierer
ÖVP-NÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner dazu: „Herr Fiedler hat in Neunkirchen Sturm gesät und einen festen Denkzettel von der Bevölkerung geerntet. Er ist durch seinen auch unter der Gürtellinie geführten Wahlkampf der Wahlverlierer der gestrigen Gemeinderatswahl.“
FPÖ-Landesparteisekretär Alexander Murlasits sieht das anders: „Die ÖVP habe in Neunkirchen selbst 3,56 Prozentpunkte verloren und ihren ersten Platz nur mit Glück und mickrigen neun Stimmen Vorsprung vor der SPÖ gerettet“.
Aber Fiedler verspricht: „Was ich vor der Wahl gesagt habe, gilt natürlich auch nach der Wahl – ich werde mein Mandat annehmen und Schulter an Schulter mit der Neunkirchner Bevölkerung für eine bessere Zukunft der Stadt arbeiten“.
Jetzt hat nurmehr Schwarz-Rot die eine Mehrheit
37 Sitze gibt es insgesamt im Gemeinderat. Für eine Mehrheit braucht es 19 Mandate. ÖVP und SPÖ hätten gemeinsam 24 Mandate, Schwarz und Blau 19, ebenso Rot und Blau. Nach der Absage der Blauen wird die Chance auf eine Schwarz-Rote Koalition nun immer wahrscheinlicher.
Teix stellt Anspruch auf Bürgermeisteramt
ÖVP und SPÖ treffen morgen Dienstag aufeinander. Teix betont dabei jetzt schon: „Ich habe gewonnen und stelle damit den Anspruch auf den Bürgermeistersessel für die nächsten vier Jahre“. Eine „Teilzeitlösung“ – die erste Hälfte er und dann Günther Kautz, kommt für ihn nicht in Frage. Und er hofft dabei, dass die gute Gesprächsbasis mit der SPÖ weiter anhält.
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