ORF-Krampfung. Die Kritik am Bestellungsvorgang für den nächsten ORF-Generaldirektor wird immer lauter. Leserbrief-Schreiber Heinz Vielgrader replizierte auf meinen sonntäglichen „Brief an die Leser“. Er findet auch, „dass alles, was sich um den neuen Mann für den Posten des ORF-Generals abspielt, schon jetzt zum großen Vertrauensverlust für Stockers Kandidaten Pig wird“ und spielt auf die Mauscheleien, Intrigen und den Kuhhandel an. Vielgrader wörtlich: „Wenn wir ORF-Seher und -Kunden nur die Erwähnung dieser Stiftungsräte oder gar den Namen dieses Pius mitbekommen, der angeblich 2,5 Mio.€ Pensionsabfindung will, krampft es uns zusammen. Wir verlieren jeden Glauben daran, dass es jemals wieder besser wird im ORF.„ Denn Besserung, meint unser Leser, könne nur eintreten, „wenn die ganze alte Garde verschwindet und durch neue unparteiische bzw. unpolitische Frauen oder Männer ersetzt wird„. Danach allerdings sieht es derzeit so ganz und gar nicht aus.
Was zum Himmel stinkt. Bemerkenswert auch, worauf ein anderer Leserbriefschreiber, Fritz Hiersche aus Reisenberg, hinweist. Er meint zur sich abzeichnenden Entscheidung über den ORF-General: „Was oder wo ist der Unterschied zwischen der ORF-Direktorenwahl und der Wahl eines Verantwortlichen beim Finanzamt Braunau, wo es eine (nicht rechtskräftige) Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs gab? Beides stinkt zum Himmel und zeigt, wie bei uns in der Politik gehandelt wird.“ Da solle man den Verantwortlichen trauen, fragt sich nicht nur der Leserbriefschreiber, der auch meint: „Das Ganze ließe sich fortsetzen, mit Postenbesetzungen in allen Parteien und Ämtern.“
Kommen Sie gut durch den Montag!
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