Beim steirischen Klima- und Energieforum wird am Montag über Hitze und die Auswirkungen auf vulnerable Gruppen wie Pensionisten, Arbeiter oder Schwangere diskutiert. Im Hintergrund wird an noch präziseren Methoden für Hitzewarnungen gefeilt, erzählt Marlies Kriegler von der Geosphere.
„Hitze macht vor keinem Alter Halt“, lautet der Titel des heurigen Klima- und Energieforums, das zum 29. Mal von Land Steiermark, Stadt Graz und Climate Chance Centre Austria veranstaltet wird. Experten, etwa vom Wegener Center der Uni Graz und von der Med Uni Wien, diskutieren im „Unicorn“ (Schubertstraße 6a, Graz) über Hitze und die Auswirkungen auf unsere Gesundheit.
Dass das Thema aktueller denn je ist, haben wir Steirer bereits zu spüren bekommen: „Wir hatten gerade die erste Hitzewelle des Jahres“, weiß Marlies Kriegler, Regionalleiterin der Geosphere Austria, die ebenfalls am Podium sitzen wird. Ihr Anspruch ist es, vulnerable Gruppen möglichst früh vor Temperaturspitzen zu warnen.
Vulnerable Gruppen sind oft schon früher betroffen als der Durchschnitt der Gesellschaft. Man muss sie rechtzeitig vor Hitzewellen warnen.

Marlies Kriegler
Regionalleiterin Steiermark Geosphere Austria
Bild: Christian Jauschowetz
Seit Anfang des Jahres hat Österreich einen neuen Hitzeschutzplan für Betriebe, deren Angestellte viel im Freien arbeiten. Sobald die Geosphere eine Hitzewarnung der Stufe 2 (gelb) ausgibt, müssen Arbeitgeber zwingend konkrete Schutzmaßnahmen ergreifen. Vorwarnungen werden an wichtige Institutionen direkt per Mail verschickt.
„Pflegeheime, Krankenhäuser oder Schulen können sich bei uns melden, um noch genauere Hitzeprognosen mit längerer Vorlaufzeit für ihren Standort zu bekommen“, erklärt die Meteorologin. Zudem sollen alle Hitzewarnungen der Geosphere künftig in noch „höherer zeitlicher und räumlicher Auflösung“ dargestellt werden. Vor allem älteren Menschen, Schwangeren oder Personen mit Vorerkrankungen will man so noch bessere Orientierung geben. „Da lässt sich noch viel machen“, ist Kriegler optimistisch.
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