Eltern sind alarmiert

Ein Fremder wollte Schulkinder in sein Auto locken

Niederösterreich
31.05.2026 07:00

Entführungsalarm um Schüler in Lichtenau (NÖ)! Eine Mutter hatte Alarm geschlagen, weil ein Fremder Kinder in sein Auto locken wollte. Die  umsichtige Volksschuldirektorin glaubt den Schilderungen und gab ein Warnschreiben an alle Erziehungsberechtigten heraus. Und auch die Polizei ist sensibilisiert.

In heller Aufregung hatte sich die Waldviertlerin aus dem Bezirk Krems in der Direktion der Volksschule ihres Kindes gemeldet. „Ein Unbekannter ist stehen geblieben, hat die Windschutzscheibe auf der Fahrerseite heruntergekurbelt und hat die Kinder, darunter auch meines, angesprochen. Er wollte die Kleinen offenbar in sein Fahrzeug locken“, schildert die Mutter.

Direktorin Margot Stastny-Braun, die den Volksschulverbund Gföhl-Lichtenau umsichtig leitet, nahm die offenbar detailliert beschriebene und glaubwürdige Wahrnehmung der kleinen Augenzeugin ernst.

Kinder liefen nach Hause
Dem Kind und ihren Klassenkollegen wäre möglicherweise Schlimmes widerfahren, hätten sie nicht geistesgegenwärtig das Ansinnen zurückgewiesen. Sofort liefen die potenziellen Opfer nach Hause. Eines erzählte ihrer Mama von der ebenso unheimlichen wie beängstigenden Begegnung mit dem langsam, aber plötzlich heranrollenden Phantom.

Das Schreiben der Direktorin an die Eltern.
Das Schreiben der Direktorin an die Eltern.(Bild: Privat zVg)

Warnschreiben an alle Erziehungsberechtigten
Sofort und vorsichtshalber verfasste Stastny-Braun ein Warnschreiben an alle Erziehungsberechtigten. Grundtenor: Die eindringliche Bitte an alle Eltern oder auch Großeltern sowie Tanten und Onkeln ihren Kindern einzubläuen, dass sie mit fremden Personen niemals mitgehen oder mitfahren sollen.

Alle sind sensibilisiert
Auch in den Klassen selbst wurden die Schützlinge von deren Lehrern im Verhalten mit Unbekannten aufgeklärt. „Wen ihr nicht kennt, dem dürft ihr auch nicht vertrauen. Auch wenn die Verlockung noch so groß ist und der Mann oder die Frau am Steuer mit Süßigkeiten locken“, so der Appell der Unterrichtenden an die Mädchen und Buben. Der zuständige Posten im nahen Rastenfeld wurde jedenfalls informiert. Die Beamten halten ihre Augen bei Streifenfahrten nun besonders offen.

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