Dass PSG sinnbildlich für die perfekte Vorstellung von Fußball steht, hätte Didi Hamann den Franzosen lange nicht zugetraut. „Heute sagen viele, dass der Fußball gewonnen hat, weil Paris gewonnen hat. Das wäre vor fünf oder zehn Jahren undenkbar gewesen“, zog der Experte nach dem gewonnenen Champions-League-Finale seinen Hut.
„Immer wenn sie gespielt haben, hat man früher gesagt, dass sie nicht gewinnen dürfen, wenn der Fußball gewinnen soll“, so Hamann in der Analyse bei Sky. Mit Trainer Luis Enrique habe sich das jedoch schlagartig geändert. „Er hat der Mannschaft auch eine gewisse Sympathie gegeben.“
schönebitter„Nicht verdient zu verlieren“
In einem ausgeglichenen Duell konnte sich der französische Meister erst im Elfmeterschießen gegen den FC Arsenal durchsetzen. Auch für die „Gunners“ fand Hamann durchwegs positive Worte. „Sie haben verteidigt, so etwas habe ich noch nie gesehen. Ich hätte es auch nicht für möglich gehalten. Sie waren ja im ganzen Spiel wirklich nur einmal unachtsam, wo Mosquera vielleicht ein bisschen müde wird, nach dem Doppelpass Kvaratskhelia zu Fall bringt, dann waren zwei Konterchancen, wo einmal Raya gut rauskommt und einmal der Ball abgefälscht wird und Kvaratskhelia wieder gestellt wird von Saliba. Sie haben in 120 Minuten nicht wirklich eine Torchance zugelassen, das gegen eine Offensive, die 45 Tore geschossen hat. Sie haben in sieben K.O.-Spielen nicht ein Tor aus dem Spiel bekommen. Deswegen ist das sehr bitter und heute haben sie es nicht verdient zu verlieren“, so der 52-Jährige.

Während PSG zum zweiten Mal in Folge den Henkelpott mit nach Hause nimmt, müssen die Londoner weiterhin vom ersten Triumph in der „Königsklasse“ träumen.
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