Alarm in Deutschland

Camp evakuiert, Ruderer aus Fluss gerettet

Ausland
30.05.2026 08:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach tagelanger Hitze ist am Freitagabend eine heftige Gewitterfront über Deutschland gerollt. Auch am Samstag und Sonntag müssen sich weitere Regionen auf Unwetter einstellen.

Gegen 19.30 Uhr spitze sich die Lage zu: Kräftige Gewitter entluden sich über die Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte orkanartige Böen von bis zu 110 km/h, heftigen Starkregen und Hagel mit bis zu vier Zentimetern Korndurchmesser. Meldungen über Verletzte lagen bisher noch keine vor.

Feuerwehr: „Wir haben Vollalarm“
Besonders heftig war die Situation in Nordrhein-Westfalen. Allein in der Stadt Münster hatte die Feuerwehr am Freitagabend Hunderte Einsätze. „Wir haben Vollalarm hier“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur. Ein Open-Air-Konzert musste nach Angaben des WDR nahe der Halle Münsterland abgebrochen werden. Mehrere Keller standen unter Wasser, zahlreiche Straßen wurden überflutet.

Ruderer von Unwetter überrascht
Auf verschiedenen Strecken kam es nach Angaben der Deutschen Bahn zu Beeinträchtigungen und Sperrungen. Oft lagen Bäume auf den Gleisen. In Münster musste die Feuerwehr einen entwurzelten Baum aus einer Bahnoberleitung holen – die Bahnstrecke wurde dafür zeitweise gesperrt. Auch der Fernverkehr war beeinträchtigt. Zwei Ruderer wurden dort zudem aus der Werse gerettet. „Sie waren von dem Unwetter überrascht worden und hielten sich in Ufernähe an einem Baum fest“, teilte die Feuerwehr mit.

Autofahrer blieb im Wasser stecken
Bei dem Versuch, eine überflutete Straße zu durchfahren, blieb ein Autofahrer in Witten mit seinem Fahrzeug im Wasser stecken. Er kletterte auf das Fahrzeugdach und wurde dann von der Feuerwehr unverletzt gerettet, wie diese mitteilte.

100 Einsätze in Osnabrück
Auch über dem Bereich eines Klimacamps in Dortmund zog ein schweres Gewitter auf. Zum Schutz der Teilnehmenden stellten die Feuerwehr und die Stadt Hamm nach Angaben der Dortmunder Polizei einen Bustransfer zu einer Turnhalle für die Aktivisten zur Verfügung. Die meisten Einsätze zählten die Beamten in Osnabrück. 100 Einsätze seien im System der Polizeidirektion angelegt worden, sagte ein Sprecher. 

Zeltlager abgebrochen – 36 Kinder in Sicherheit gebracht
Zahlreiche Einsätze verzeichneten die Einsatzkräfte auch in Niedersachsen und Bremen – vor allem wegen umgestürzter Bäume und umherfliegender Baustellenabsperrungen. In Garrel im Kreis Cloppenburg (Bundesland Niedersachsen) musste zudem ein Zeltlager abgebrochen und evakuiert werden. Die 36 Kinder seien von ihren Eltern abgeholt worden. 

Neue Unwetter am Wochenende im Anmarsch
In der Nacht auf Samstag verlagerte sich das Geschehen zur Mitte und in den Osten, schwächte sich aber in weiterer Folge ab. Doch auch am Samstag müssen sich nun weitere Regionen in Deutschland auf Gewitter und Starkregen einstellen.

Vom westlichen Bergland bis zum Bayerischen Wald sind einzelne Gewitter möglich. Laut DWD drohen am Sonntag in der Mitte und im Süden erneut Gewitter. Starkregen bis 40 l/qm in kurzer Zeit bzw. 60 l/qm innerhalb weniger Stunden, Hagel und Sturmböen sind möglich.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung