Österreich erlebt den trockensten Frühling seit Beginn der Wetteraufzeichnungen! Die aktuelle Klimabilanz der GeoSphere Austria zeigt ein alarmierendes Bild – so wenig Regen wie zwischen März und Mai 2026 gab es in den vergangenen 169 Jahren noch nie.
Während sich das Wetter heuer von warm über eisig bis rekordverdächtig heiß präsentierte, blieb eines konstant: der fehlende Regen. Im Schnitt fiel österreichweit um unglaubliche 50 Prozent weniger Niederschlag als üblich. Besonders dramatisch: In manchen Regionen fehlten sogar bis zu 80 Prozent des Regens!
Drei außergewöhnlich regenarme Monate
Ähnlich trockene Frühlinge gab es zuletzt 1865 und 1946 — damals lag das Niederschlagsminus allerdings „nur“ bei 41 Prozent. Heuer summierte sich die extreme Trockenheit aus drei außergewöhnlich regenarmen Monaten: Im März fiel um 58 Prozent weniger Niederschlag als üblich, im April sogar um 68 Prozent und im Mai immerhin noch um 33 Prozent weniger Regen.
Verschärft wurde die Lage zusätzlich durch den bereits sehr trockenen Winter. „Das führte zu einer deutlichen Verschärfung der vorherrschenden Trockenheit“, erklärte GeoSphere-Klimatologe Alexander Orlik. Zwar habe es im Mai regional wieder etwas geregnet, wodurch sich die Situation in den oberen Bodenschichten kurzfristig entspannte, die langfristige Trockenheit bleibe aber deutlich spürbar.
Temperatursturz vor allem im Westen
Nach einem ungewöhnlich warmen Start im März sorgte ein Kaltlufteinbruch Ende des Monats vor allem im Westen und in den Bergen für einen deutlichen Temperatursturz. Auch die Eisheiligen Mitte Mai brachten noch einmal spürbare Abkühlung.
Zum Monatsende folgte dann allerdings die nächste Wetterextreme: An insgesamt 20 Wetterstationen wurden neue Mai-Hitzerekorde gemessen. In Lienz etwa kletterte das Thermometer am 26. Mai auf 33,3 Grad — und übertraf damit den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2009 um mehr als ein Grad. Insgesamt lag der Frühling 2026 um 1,2 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020, verglichen mit dem älteren Klimamittel 1961 bis 1990 sogar um 2,7 Grad.
Mehr Sonnenschein als üblich
Durch die häufigen Hochdrucklagen und die oft fehlende Bewölkung gab es außerdem deutlich mehr Sonnenschein als üblich. Österreichweit wurde ein Plus von 15 Prozent registriert. Besonders sonnig war es in Vorarlberg, dem Tiroler Außerfern, dem Flachgau, Oberösterreich sowie im westlichen Niederösterreich. Die meisten Sonnenstunden sammelte Podersdorf am Neusiedler See mit beeindruckenden 755 Stunden zwischen März und Ende Mai.
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