Mit einem Messer in der Hand hat sich ein 88-jähriger Pensionist am Donnerstagvormittag gegen die Unterbringung in einem Pflegewohnheim zu wehren versucht. Aus Angst alarmierten die Angehörigen daraufhin die Polizei, die Situation blieb jedoch gefährlich. Denn auch bei dem mutmaßlichen Angreifer eingesetzter Pfefferspray zeigte keinerlei Wirkung.
Gegen 10.30 Uhr wussten sich die Angehörigen des Verdächtigen in Währing offenbar nicht mehr anders zu helfen und verständigten den Polizeinotruf. Denn der 88-Jährige ließ nicht mit sich reden, hielt ein Küchenmesser in der Hand.
Stichbewegung in Richtung der Polizisten
Die Beamten, darunter auch Uniformierte der WEGA, versuchten, den Pensionisten zu beruhigen und ihn dazu zu bewegen, das Messer wegzulegen – jedoch erfolglos. Vielmehr richtete der betagte Verdächtige das Messer in Richtung der Polizisten und „machte Stichbewegungen in ihre Richtung“, berichtete Polizeisprecher Markus Dittrich. „Da sowohl eine Fremd- als auch eine Eigengefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte, setzten die Beamten in den beengten Räumlichkeiten Pfefferspray ein.“
Messer abgenommen
Das Reizgas zeigte allerdings keinerlei Wirkung, jedoch gelang es schließlich, dem Pensionisten das Messer abzunehmen und den Mann zu überwältigen. Danach wurde er fixiert und vorläufig festgenommen.
Nach der Untersuchung durch einen Amtsarzt wurde der 88-jährige Verdächtige auf freiem Fuß angezeigt. Er sei im Anschluss daran in ein Pflegewohnheim gebracht worden, hieß es.
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