Journalist und Autor
Nahost-Experte Peter Scholl-Latour gestorben
Scholl-Latour war einer der gefragtesten Experten, wenn es um die Einschätzung der Lage im Nahen Osten ging. In der Aussendung des Verlags hieß es: "Er war der Älteste mit über sechzig Jahren Berufserfahrung als Reporter und Chronist des Weltgeschehens; der Weitestgereiste, der seinen Fuß in sämtliche Länder der Erde gesetzt hat; der Kundigste, der die Kulturen der Welt kannte wie kein Zweiter; der Erfahrenste, der die Kriege und Bürgerkriege unserer Zeit von Algerien über Vietnam bis zum Irak und Afghanistan aus nächster Nähe kennengelernt hat."
Scholl-Latour schrieb mehr als 30 Bücher und Reportagen über Krisenherde in aller Welt. Während seiner journalistische Karriere bereiste er mehr als sechzig Jahre lang praktisch alle Länder der Erde. Zuletzt warnte der Nahost-Experte im "Krone"-Interview im August 2013 (siehe Infobox) vor den Gefahren einer "Ausweitung des arabisch-islamischen Flächenbrandes" im Irak und Syrien: "Dann gnade uns Gott."
Scholl-Latour wurde am 9. März 1924 in Bochum geboren. Er arbeitete für die deutschen TV-Anstalten ARD sowie ZDF und war kurzzeitig auch Chefredakteur des Magazins "Stern". Seit Ende der 1980er-Jahre arbeitete er als freischaffender Publizist. Viele seiner Bücher wurden Bestseller, zuletzt veröffentliche er 2012 seine "Betrachtungen zu den Wirren der Gegenwart" unter dem Titel "Die Welt aus den Fugen".







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