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Wintersaison: Über 5 Millionen Nächtigungen

Vorarlberg
28.05.2026 10:35
Die Wintersaison 2025/2026 brachte Vorarlbergs Tourismus ein starkes Ergebnis. Erstmals seit der Pandemie wurde die Marke von fünf Millionen Nächtigungen wieder überschritten. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen sind jedoch teils beträchtlich. 

Gemäß den offiziellen Zahlen des Landes wurden von November 2025 bis Ende April 2026 von 1.304.900 ankommenden Gästen exakt 5.002.400 Nächtigungen gebucht. Im Vergleich zur vorangegangenen Saison stellt dies einen Zuwachs von 0,6 Prozent bei den Übernachtungen dar. 

Unterschiedliche Entwicklung der Gästemärkte
Die Entwicklung der Herkunftsmärkte zeigt ein gemischtes Bild: Gäste aus Österreich buchten rund 460.400 Nächtigungen, was einem Plus von 13.300 Übernachtungen entspricht. Deutliche Zuwächse gab es auch bei Urlaubern aus Deutschland (plus 28.600) und Ungarn (plus 14.900). Rückgänge mussten hingegen bei Gästen aus der Schweiz und Liechtenstein (minus 22.000) sowie aus den Niederlanden (minus 11.300) verzeichnet werden.

Regionale Gewinner und Verlierer
Auch innerhalb Vorarlbergs fielen die Ergebnisse sehr different aus: Zuwächse bei den Nächtigungen konnten die Tourismusregionen Alpenregion Bludenz, Arlberg, Bregenzerwald und Montafon verbuchen, im Gegensatz dazu meldeten die Regionen Bodensee-Vorarlberg und das Kleinwalsertal teils deutliche Rückgänge. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste ist im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht auf 3,83 Tage gestiegen. Der Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt bei 3,90 Tagen pro Aufenthalt.

Analyse von Experten: Ein gemischtes Bild
Tourismusdirektor Christian Schützinger bezeichnet das Ergebnis als „durchaus respektabel“ und betont das erstmalige Überschreiten der Fünf-Millionen-Grenze bei den Nächtigungen seit der Pandemie. „Das Vorarlberger Winterangebot kommt bei den Gästen gut an“, so seine Schlussfolgerung. Er differenziert jedoch: Der Ferientourismus sei gut gelaufen, während der Geschäftstourismus, speziell im Rheintal, aufgrund der Wirtschaftslage gebremst sei. Bezüglich der Herkunftsmärkte sei das Bild ebenfalls heterogen: Während bei den Herkunftsländern in Mittel- und Osteuropa eine Erholung zu verzeichnen ist, nimmt die Zahl der Urlauber aus der Schweiz und den Niederlanden weiter ab – die Gründe dafür sollen nun analysiert werden.

Politik will Rahmenbedingungen weiter verbessern
Landesrat Marco Tittler zeigt sich mit der Bilanz zufrieden und blickt zuversichtlich auf die Sommersaison. Die positive Entwicklung sei eine Bestätigung für die „großartige Arbeit der Vorarlberger Tourismusbetriebe“. Um die Ertragslage der Betriebe weiter zu stärken und die hohe Qualität für die Gäste zu sichern, müssten die Rahmenbedingungen allerdings kontinuierlich verbessert werden. Als prioritäre Ziele nennt er den Abbau von Bürokratie sowie die Stärkung des Fachkräftemarktes. 

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