Deutschkenntnisse

Integrationsunwilligen Eltern drohen Sanktionen

Vorarlberg
27.05.2026 16:55
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

In einem gemeinsamen Landtagsantrag fordern die beiden Vorarlberger Regierungsparteien, ÖVP und FPÖ, Strafen für jene Eltern, die sich nicht darum bemühen, dass ihre Kinder die deutsche Sprache erlernen. Wie diese Sanktionen aussehen sollen, ist noch nicht näher definiert.  

„Die Eltern sind gefordert, der deutschen Sprache im täglichen Leben Raum zu geben und aktiv mitzuwirken, damit Kinder sprachlich wachsen können“, ist ÖVP-Klubobfrau Veronika Marte überzeugt. Die Mitglieder ihrer Partei pochen ebenso wie der blaue Regierungspartner auf ein „verbindliches Miteinander, damit jedes Kind die Chance bekommt, den Anschluss zu halten“. In einem gemeinsamen Landtagsantrag fordern ÖVP und FPÖ deshalb auch die Möglichkeit, gegen integrationsunwillige Eltern vorzugehen. Wie die Sanktionen genau aussehen sollen, ist in dem Antrag aber noch nicht formuliert. 

Verpflichtende Teilnahme an Sommerschule
Fix hingegen ist, dass die Sommerschule intensiver zur Sprachförderung genutzt werden soll. „Die Teilnahme daran wird für außerordentliche Schülerinnen und Schüler der Deutschförderklassen und Deutschförderkurse verpflichtend“, informierte die Klubobfrau. Im Rechtsausschuss des Landtags wurde zugleich eine Änderung des Pflichtschulgesetzes diskutiert. Geht es nach den beiden Regierungsparteien, werden die Schulen ihre Deutschförderkurse künftig flexibler an den jeweiligen standortspezifischen Bedarf und die pädagogischen Herausforderungen anpassen und über Ressourcen entscheiden können. Die Gesetzesänderung muss noch im Landtag beschlossen werden.

Ganz und gar anderer Meinung als die Mitglieder der Regierungsparteien waren die Grünen. „Sanktionen für Eltern helfen keinem einzigen Kind. Kinder sollten ausreichend unterstützt werden. Und genau dort kürzt die schwarz-blaue Landesregierung – bei Assistenzstunden und bei wichtigen Projekten, die dem Spracherwerb förderlich sind“, ärgerte sich Bildungssprecherin Eva Hammerer.

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