Polit-Beben im obersteirischen Judenburg – die erste rot-blaue Koalition ist nach nur einem Jahr schon wieder Geschichte! Nach einem innerparteilichen Turbulenzen kündigte die FPÖ in der Bezirkshauptstadt die Koalition mit der SPÖ auf.
Vorangegangen sind dem Koalitionsbruch Turbulenzen innerhalb der Judenburger Freiheitlichen. Die bisherige Vizebürgermeisterin Birgit Heim wurde abgesägt. Die neue Chefin der Freiheitlichen und designierte Vizebürgermeisterin Silvia Klingsbigl will mehr Kante zeigen und nicht mehr „Steigbügelhalter der SPÖ“ sein, wie sie betonte.
Die Genossen toben und sprechen von „Machtspielen“ und einer „Chaos-FPÖ“, bei der Bezirksfunktionäre von außen maßgeblich Einfluss nehmen würden. Man spielt darauf an, dass beim Sturz von Heim der Nationalratsabgeordnete Wolfgang Zanger eine maßgebliche Rolle gespielt haben soll.
Neue Koalition oder Spiel der freien Kräfte
SPÖ-Bürgermeisterin Elke Florian muss sich einen neuen Partner suchen. Mit der ÖVP (fünf Mandate) hätte man so wie bisher mit der FPÖ eine satte Mehrheit, mit Grünen, KPÖ oder der NEOS-nahen Liste Jung (je ein Mandat) wäre die Mehrheit im Gemeinderat hingegen denkbar knapp.
Oder die Sozialdemokraten suchen sich künftig, ohne Koalitionsabkommen, bei Abstimmungen andere Mehrheiten. Etwa bei den Grünen, die im Gemeinderat „weiterhin sachlich und konstruktiv arbeiten“ wollen, wie sie ankündigen: „Die Judenburger erwarten sich, dass Zusammenarbeit nicht nur ein leerer Stehsatz ist!“
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.