Rund um mehrere Wettlokale an der südlichen Landstraße wächst der Ärger. Anrainer klagen über die Stimmung im Viertel, Geschäftsleute sehen die Entwicklung mit Sorge. Jetzt schlägt die Linzer SPÖ Alarm und fordert neue Regeln. Warum ausgerechnet die Stadt bisher kaum eingreifen kann – und weshalb besonders junge Menschen im Fokus stehen, lesen Sie hier.
Rund um die Wettlokale an der südlichen Landstraße brodelt es schon länger. Anrainer klagen über sinkende Aufenthaltsqualität, Geschäftsleute über ein schwieriger werdendes Umfeld. Für die SPÖ ist klar: So kann es nicht weitergehen.
Derzeit entscheidet das Land
Die Gemeinderatsfraktion fordert jetzt ein Mitspracherecht der Städte und Gemeinden bei der Bewilligung neuer Wettbüros. „Es geht um die Lebensqualität von Anwohnern, aber auch um mehr Schutz von spielsüchtigen Menschen“, sagt SP-Fraktionsvorsitzender und Stadtrat Thomas Gegenhuber. Der Hintergrund: Derzeit entscheidet das Land Oberösterreich über neue Wettlokale – die Stadt selbst hat dabei kaum Einfluss. Genau das sorgt bei der SPÖ für Kritik.
Gesetzesänderung angestrebt
Denn gerade im Bereich der südlichen Landstraße hätten sich laut Fraktion in den vergangenen Jahren soziale Brennpunkte entwickelt. Die Folgen würden viele direkt spüren: weniger Lebensqualität für Anrainer, Probleme im öffentlichen Raum und Nachteile für Betriebe vor Ort. Man fordert deshalb eine Änderung des oberösterreichischen Wettgesetzes.
Lange Öffungszeiten im Fokus
Besonders kritisch sieht die Fraktion die langen Öffnungszeiten und die beinahe ständige Verfügbarkeit von Glücksspiel. Laut aktuellem Drogenbericht der Gesundheit Österreich GmbH nehmen rund 40 Prozent der Menschen ab 15 Jahren regelmäßig an Glücksspiel oder Sportwetten teil. Rund 300.000 Menschen zeigen bereits Anzeichen problematischen Glücksspielverhaltens – Tendenz steigend, vor allem bei Jugendlichen.
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