Petition aus NÖ

Streuner warten auf politischen Rettungsanker

Niederösterreich
27.05.2026 09:15

Das NÖ-Modell für Kastration von Streunerkatzen lässt gerade am Land viele Tiere im Stich. Eine Waldviertlerin hat schon Anfang des Jahres die Initiative ergriffen und eine Petition gestartet. Nun wartet man auf Reaktionen aus der Politik. 

Die Initiative für eine verpflichtende Kastration von Streunerkatzen in Niederösterreich gewinnt massiv an Fahrt: Bereits mehr als 7000 Menschen aus Niederösterreich haben die Petition unterschrieben – das notwendige Quorum wurde damit deutlich überschritten. Aus ganz Österreich sind es mittlerweile schon über 9000 Stimmen.  Ende Jänner wurde die Petition von Waldviertlerin Gabriele Drechsler ins Leben gerufen. Wochenlang kämpfte die tierliebe Frau um jede Stimme, die „Krone“ berichtete.

Ziel der Streuner-Petition ist, dass die Gemeinden verpflichtet werden, die Kastration von herrenlosen Katzen zu zahlen. In der Stellungnahme des Landes wurde nun darauf verwiesen, dass die Gemeinden freiwillig tätig werden können. „Daten der Fachabteilung Naturschutz belegen aber, dass 52 Prozent der Kommunen die Teilnahme am Kastrationsprojekt verweigern“, betont Drechsler auf der Petitionsseite. Vielerorts liegen die Prioritäten beim Budget aktuell anderswo. Das Land NÖ fördert Gemeinden zwar bei der Katzenkastration – finanziert werden aber nur zwei Drittel der Kosten. Die SPÖ schlägt indes ein neues Modell vor, das in anderen Bundesländern schon gängig ist. 

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