Die Österreichische Internet-Plattform „binSingle“ aus dem Jahr 2009 erlebt ein Comeback – dieses Mal aber umgekehrt: die Menschen sollen sich vom Internet wieder vermehrt „draußen“ kennenlernen.
Ein warmes Sommerwochenende in Niederösterreich: da und dort schlendern Pärchen Hand in Hand, idealerweise mit einer Kugel Eis. „Wie lernt man heute noch die richtige Person kennen?“, könnte ein Gedankengang lauten. Die Internetseite „binSingle.at“ trifft dabei gerade einen Nerv der Zeit. Tinder und andere internationale Dating-Apps verzeichnet Medienberichten zufolge immer geringere Nutzungszahlen.
„Wir erleben aktuell, dass viele Menschen vom klassischen Online-Dating regelrecht müde geworden sind“, sagt Michael zur „Krone“. Ein großes Ziel für die Plattform sei derzeit eine App, die gerade in der Entwicklungsphase ist. Sie würde jedenfalls auf möglichst wenig Bildschirmzeit abzielen. Geflirtet, gequatscht und getanzt wird an einem von fünf Treffpunkten, die zur Auswahl stehen.
Gänserndorfer Michael G. hat die Plattform „binsingle“ tatsächlich schon 2009 gegründet. 2025 hat er sich entschiedenen, „binSingle“ wieder zurückzubringen. „Rund um das Jahr 2013 hatten wir um die 80.000 Mitglieder“, sagt er. Soziale Medien machten es damals schierig, die Leute auf der Seite zu halten – bis jetzt. „Die Menschen sehnen sich wieder nach echten Dates statt endlosem Schreiben, Fotos liken und stundenlangem Swipen“.
Speed-Dating beliebt
Als „Vorarbeit“ für die App und aktuellem Kernproojekt veranstaltet die Dating-Seite seit dem Vorjahr so genannte „Speed-Dating-Events“. Dort verliebt man sich jedenfalls – in jedem Alter! Drei verschiedene Altersgruppen treffen sich dabei, und lernen sich kennen. Wer sich wieder sehen will, tauscht Kontaktdaten aus. Der Aufwand ist enorm: „Kein Speeddating-Anbieter schafft das derzeit in diesem Ausmaß“, sagt der Betreiber. Nicht immer wartet die große Liebe, oder die Sommerliebe, gleich um die Ecke. „Jedes Mal schließen auch Leute neue Freundschaften“.
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