Aus Wintertourismus wird Ganzjahrestourismus. Für das „Sorgenkind“ Lackenhof am Ötscher gibt es einen konkreten Ausbauplan. Vielen Touristen fehlen aber Gaststätten.
Ob Winter oder Sommer – in den Ybbstaler Alpen hofft man auf mehr Touristen. Im Jahr 2001 haben um die 107.000 Personen dort übernachtet, im Jahr 2024 nur noch 59.000. Im vergangenen Jahr hat das Land den Liftbetrieb um ein weiteres Jahr verlängert, um eine Lösung der „Patt-Situation“ zu finden, wie es Ecoplus-Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Hackl beschreibt. Denn derzeit werde das volle touristische Potenzial noch nicht genutzt. Helfen soll nun: ein Anruf-Sammeltaxi, das ab 2027 Besucher durch die ganze Region chauffiert. Das Radwegnetz werde ausgebaut, ein Wasserspielplatz und ein Rutschenpark sind weitere Vorschläge.
Da seit der Lift-Übernahme vom Land Steuergeld in Millionenhöhe verwendet wurde, soll nun auch der Rechnungshof diese Geldflüsse prüfen, hieß es vergangene Woche beim 15-Jahre-Jubiläum der Ecoplus-Alpin.
Mit Mönichkirchen und Annaberg haben wir gezeigt, dass Ganzjahres- Tourismus möglich ist. Das wollen wir auch in Lackenhof schaffen.

Kurt Hackl, Ecoplus-Aufsichtratschef
Bild: ecoplus
Betriebe finden keinen Nachfolger
Nur wenige Bergtäler, beispielsweise in Hinterstoder (OÖ), weiter zeigt sich: „Ein gutes Gastronomie-Angebot ist eine Voraussetzung für hohe Nächtigungs- und Ausflugszahlen“, betonte Ecoplus-Alpin Geschäftsführer Markus Redl. Anrufe im kleinen Ort Lackenhof bestätigen: viele dortige Gaststätten existieren nur noch auf dem Papier. „Wir haben den Betrieb einstellen müssen“, so die häufige Antwort.
An manchen Tagen bekäme man Nachmittags nicht mal mehr einen Kaffee. Eine Pizzeria am Fuße des Ötschers fängt die Lift-Touristen ab. Eine touristische Hiobsbotschaft: Die geplante neue Seilbahn auf den Ötscher inklusive Panoramarestaurant wurde (derzeit) wieder verworfen.
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