Eiskalt abgezockt wurde ein Landwirt aus dem Tiroler Oberland von unbekannten Internetbetrügern. Der 56-Jährige wollte einen Traktor kaufen, den er auf einer Web-Plattform entdeckt hatte, und überwies eine Anzahlung im fünfstelligen Eurobereich. Der große Haken an der Sache: Das landwirtschaftliche Gefährt gibt es gar nicht.
Anfang vergangener Woche war der Landwirt aus dem Bezirk Imst auf einer Internet-Verkaufsplattform auf das Inserat gestoßen. Angeboten wurde ein Traktor. Der Preis: ein mittlerer, fünfstelliger Eurobetrag.
Hälfte des Kaufpreises vorab verlangt
Der 56-Jährige wollte bei diesem Angebot zuschlagen und trat folglich mit dem vermeintlichen Verkäufer mehrmals in Kontakt – sowohl telefonisch als auch über einen Messenger-Dienst. „Im Zuge dessen verlangte der unbekannte Verkäufer vorerst die Anzahlung des halben Kaufpreises, den der Käufer am 14. Mai auf ein deutsches Konto überwies“, so die Polizei.
Vor Ort stellte sich heraus, dass das angegebene Unternehmen für Landwirtschaftstechnik keinen derartigen Traktor zum Verkauf angeboten hatte.
Die Polizei
Böse Überraschung in Deutschland
Am Montag machte sich der 56-jährige Tiroler schließlich auf den Weg nach Deutschland, um das Gefährt vor Ort zu besichtigen und den Kauf unter Dach und Fach zu bringen. Doch dann folgte die böse Überraschung!
„Vor Ort stellte sich heraus, dass das vom vermeintlichen Verkäufer angegebene Unternehmen für Landwirtschaftstechnik keinen derartigen Traktor zum Verkauf angeboten hatte und die Unternehmensdaten offensichtlich gefälscht und widerrechtlich verwendet wurden“, schildern die Ermittler weiter.
Das bereits im Vorfeld überwiesene Geld ist freilich futsch. Ermittlungen zur Ausforschung der Täter sind im Gange.
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