BOKU-Studie ist fertig

„Projekt Wasserspeicher“ hilft Natur und Bauern

Niederösterreich
18.05.2026 06:30

Naturbasierte Lösungen sind echte Win-Win-Maßnahmen! Was sich selbstverständlich anhört, ist in manchen Bereichen gar nicht so leicht zu realisieren. Etwa wenn es darum geht, ohne künstliche Aufbauten Regenwasser so umzuleiten und auf passendem Untergrund vor dem Versickern zu bewahren und an der Oberfläche zu halten.

Wenn man die topografischen Gegebenheiten geschickt nutzt, bleibt Wasser für Trockenphasen an der Oberfläche. Wie sehr Oberflächenwasser auch mit natürlichen Mitteln vor dem Versickern bewahrt werden können und wie sich das positiv aufs Kleinklima auswirkt, zeigt die neue Studie der Boku. Dafür hat die Uni für Bodenkultur (Boku) auf einem 15.000 Quadratkilometer großen Gebiet bei Marchegg im Bezirk Gänserndorf untersucht, mit welchen Maßnahmen man am effektivsten Wasser in nassen Zeiten auf natürliche Art „speichern“ kann, damit Dürreperioden besser überstanden werden können. Das ausgewählte Areal schien dazu sehr geeignet, zumal es sich um eines der trockenheitsanfälligsten Gebiete des ganzen Marchfeldes handelt.

Boden wirkt oft wie „Schwamm“ – bei Trockenphasen ein Segen
„Naturschutzmaßnahmen sind wie ein Schwamm: Sie halten das Wasser und geben es in trockenen Zeiten wieder ab“, so Projektleiterin Mehdi-Schulz von der Boku. Verschiedene Maßnahmenpakete wurden dafür untersucht: einerseits am Feld, wie Direktsaat oder Winterbegrünung, und andererseits in der Landschaft, wie die Wiederherstellung von Grünland und Feuchtgebieten, Gewässerrandstreifen oder Biberdämme.

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Gezielte Maßnahmen verbessern, besonders in trockenen Regionen, den Wasserhaushalt ganz enorm. Und das mit rein natürlichen Maßnahmen mithilfe der Topografie.

Bano Mehdi-Schulz, Projektleiterin BOKU

Anpassung an die Klimasituation: Starkregen und Trockenheit . . . 
Hier durch Bodenprofile gestützte gezielte Maßnahmen zu treffen, wird allein deswegen wichtiger, da die Phasen mit kurzem, aber intensivem Regen zunehmen: „Hier soll möglichst viel Wasser zurückgehalten werden.“ Ein weiterer Vorteil: Mehr Feuchte im Boden mindert Dürreschäden der Bauern. Die Studie wurde im Auftrag des WWF erstellt und ist in einem 65-seitigen Endbericht auf der Homepage abrufbar.

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