Nachhaltige Entlastung

Langfristige Lösungen statt schneller Spartipps

Burgenland
18.05.2026 09:00

Vizelandeschefin Anja Haider-Wallner (Grüne) plädiert für nachhaltige Entlastungen, um der Teuerung entgegenzuwirken. Gemeinden könnten hier einiges tun, etwa über regionale Versorgungsmodelle. 

Steigende Kosten für Energie, Mobilität oder Lebensmittel stellen für viele eine große Belastung dar. Für Haider-Wallner helfen schnelle Spartipps nur kurzfristig. Es bringe natürlich was, wenn man bewusster einkauft oder weniger Lebensmittel wegschmeißt. „Aber ehrlich gesagt: Vom billigeren Joghurteinkauf allein wird sich die Teuerung nicht lösen lassen“, meint die Vizelandeschefin. Stattdessen brauche es langfristige Lösungen.

Starke Ortskerne 
Ein zentraler Ansatz liegt für sie in starken Ortskernen und einer funktionierenden Daseinsvorsorge in den Gemeinden. „Wenn Arzt, Nahversorgung, Schule oder Kinderbetreuung im Ort bleiben, reduzieren sich die Wege und damit die laufenden Kosten“, erklärt Haider-Wallner. Gerade in Zeiten hoher Treibstoffpreise sei dies nicht zu unterschätzen.

Zudem könnten regionale Versorgungsmodelle die Haushalte entlasten. Immer mehr Kommunen stellen Obst von gemeindeeigenen Bäumen oder Streuobstwiesen kostenlos zur Verfügung. „Bevor es am Boden verfault, sollen es die Leute mitnehmen und essen. Das spart Geld und verhindert Verschwendung“, begrüßt sie solche Initiativen.

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 Nachhaltige Entlastung entsteht meist dort, wo sich Strukturen verändern und laufende Kosten dauerhaft sinken.

Vizelandeschefin Anja Haider-Wallner (Grüne)

Gesparte Mittel für andere Bereiche verwenden
Für Gemeinden gebe es zudem im Naturschutz sinnvolle Einsparungspotenziale. Wenn Kommunen „wilde Ecken“ zulassen und Grünflächen seltener mähen, spare das Arbeitsaufwand, Diesel und Maschinenkosten. „Die gesparten Mittel könnten die Gemeinden für andere Bereiche der Daseinsvorsorge verwenden“, erläutert Haider-Wallner. Große Vorteile habe auch die Renaturierung von geschädigten Naturflächen. So könnten Moore Hochwasser abfangen und gesunde Böden besser mit Trockenheit umgehen.

Ähnlich ist für die Vizelandeschefin die Situation im Energiebereich. Kurzfristige Einsparungen durch Anbieterwechsel oder sparsameres Heizen seien sinnvoll. „Große Entlastungen entstehen erst durch Investitionen, wie thermische Sanierungen oder erneuerbare Energie“, so Haider-Wallner.

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