Neue Zahlen

Wien fährt mehr statt weniger mit Auto und Moped

Wien
15.05.2026 15:30

Der Individualverkehr in Wien steigt statt zu sinken. Das zeigen neue Zahlen der Stadt. Dem Rathaus macht das keine Sorgen. Umweltfreundliche Mobilität sei auf „hohem Niveau“, beharrt man im Büro von Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Eine „deutliche Modal-Split-Veränderung“ zugunsten der Öffis hat sich die rot-pinke Rathauskoalition in ihrem aktuellen Regierungsabkommen vorgenommen. Zumindest eine kleine Veränderung gibt es laut den Zahlen der Stadt tatsächlich. In die Gegenrichtung.

„Keine signifikanten Veränderungen“
Im Ressort von Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) sieht man „keine statistisch signifikanten Veränderungen“ zum Vorjahr: Drei Viertel der Alltagswege der Wiener – Pendler werden in der Erhebung nicht berücksichtigt – würden umweltfreundlich zurückgelegt. Tatsächlich unverändert ist der 30-prozentige Anteil von Fußwegen. Aber sowohl beim Radfahren als auch bei den Öffis gibt es nun erstmals Rückschritte statt Fortschritte.

(Bild: Krone KREATIV)

Um 0,5 (Fahrrad) beziehungsweise um 0,4 Prozent (Öffis) geringer (siehe Grafik oben) ist nun der Anteil nachhaltiger Mobilität. Simas Büro erklärt das damit, dass jetzt zum Unterschied von früher keine gerundeten Zahlen mehr präsentiert würden. Einem einprozentigen Anstieg des motorisierten Individualverkehrs innerhalb eines Jahres kommt man aber nicht einmal mit Rundungsfehlern bei. Dennoch ist er Tatsache – auch wenn er erst auf den zweiten Blick sichtbar wird.

Anstieg versteckt sich in neuer Kategorie
Das Rathaus hat beschlossen, ab heuer motorisierte Zweiräder als eigene Kategorie auszuweisen. Bisher waren sie in der Kategorie „Auto“ integriert. Auch auf Nachfrage der „Krone“ betont Simas Büro, es gebe keinen Grund für Enttäuschung über die Zahlen. Sie lägen zum Teil auch daran, dass vor allem die Außenbezirke mit ihrem tendenziell höheren Auto-Anteil schnell wachsen würden.

Sima liest aus den Zahlen, dass sich „der Trend in Richtung umweltfreundliche Mobiliät festigt“ und betont, dass „sich Änderungen im Mobilitätsverhalten nicht von heute auf morgen, sondern längerfristig abzeichnen.“ Ein Prozent mehr Individualverkehr innerhalb eines Jahres zählt offenbar nicht zu solchen sich abzeichnenden Änderungen.

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