GUTEN MORGEN

ORF-Baustellen | Österreichs Export

ORF-Baustellen. An Baustellen mangelt es am Küniglberg, der ORF-Zentrale, ja wahrlich nicht. Gagenkaiser Pius Strobl, den man mit der Demontage von Generaldirektor Roland Weißmann in Verbindung bringt, weil dieser ihm eine von seinem Vorgänger Alexander Wrabetz zugesicherte Superpension verweigern wollte, gerät mehrfach ins Visier. Nun hört man, dass der oberste ORF-Baumanager Strobl jenes Bauunternehmen, das er immer wieder für den Sender beauftragte, auch eifrig an seinem Privathaus in Wien werkelte. Eine neue ORF-Baustelle? Nein, alles in Ordnung sagt Strobl. „Krone“-Aufdecker Rainer Fleckl schreibt in seinem Bericht zu diesem möglichen weiteren Compliance-Thema beim ORF: „Eine solche Überschneidung privater mit geschäftlicher Beziehung, die womöglich unbedacht und rein zufällig erfolgte, erregt bei einer Reizfigur wie Strobl in Zeiten wie diesen, in denen der ORF im unerwünschten Rampenlicht steht, Aufmerksamkeit und führt zu Fragen.“ Die bisherigen Antworten dazu – sie werden wie bei anderen zuletzt aufgetauchten Fragen rund um den ORF nicht reichen.

Österreichs Export. Sie ist seit Jahrzehnten ein internationaler Star: Waltraud Lehner aus Linz, die es als VALIE EXPORT zu einem der allergrößten, allerwichtigsten Exporte in der Kunstwelt brachte, starb jetzt kurz vor ihrem 85. Geburtstag in Wien. Ihren Künstlernahmen, abgeleitet von der einst bedeutenden österreichischen Zigarettenmarke Smart Export, schrieb sie seit den 60-er-Jahren in Großbuchstaben. Und zu einer ganz Großen hatte sie sich rasch entwickelt. VALIE EXPORT nahm an unzähligen internationalen Ausstellungen, unter anderem im Pariser Centre Pompidou, bei der documenta und im New Yorker MoMA ebenso teil wie an internationalen Filmfestivals, 1980 war sie mit Maria Lassnig offizielle Vertreterin Österreichs auf der Biennale in Venedig, 2009 dann Kommissärin. Die Österreicherin wurde als Medien- und Performancekünstlerin, Filmemacherin und feministische Theoretikerin geschätzt, verehrt und geehrt, doch die höchste Kunstauszeichnung, den Großen Österreichische Staatspreis, „hat man mir bis jetzt verweigert“, sagte sie vor nicht langer Zeit nicht ohne Bedauern. Das blieb bis zuletzt so. Unverständlich!

Kommen Sie gut durch den Freitag!

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