St. Pöltens 1:0-Sieg reichte zum Zweitliga-Abschluss nicht, Lustenau steigt dank eines 2:1-Heimerfolgs gegen Amstetten in die Fußball-Bundesliga auf. Den „Wölfen“ fehlte zum Schluss nur ein Zähler, die „Causa Stripfing“ entschied damit das Titelrennen...
Etwa zwei Minuten dauerte es bis auch der letzte der 4582 Zuschauer in der NV Arena von seinem Sitznachbarn informiert wurde: Lustenau war daheim im Fernduell um den Zweitliga-Titel gegen Amstetten mit 1:0 in Führung gegangen. Da wurde es daheim gegen Wels das erste Mal mucksmäuschenstill. Dann beim Mostviertler Ausgleich kurz laut, ehe man beim 2:1 die sprichwörtliche Stecknadel hören hätte können. Katerstimmung: Der Westen drehte am Lautstärkeregler.
„Eigene Aufgaben erledigen“
Das ging auch an Kapitän Stefan Thesker am Rasen nicht vorbei: „Wir haben zwischendurch immer wieder mitbekommen, wie’s steht, mussten aber sowieso die eigenen Aufgaben erledigen.“ Dafür hat Marc Stendera vom Punkt mit dem 1:0 und späteren Entstand gesorgt. Half aber nichts. Der Aufsteiger kommt aus Vorarlberg, der SKN muss nächste Saison einen neuen Anlauf nehmen.
Annulierung kostet Meisterschaft
Trotz Trainer und Spieler des Jahres (Stendera) – ach, und die meisten Punkte hat man eigentlich auch geholt. „Ich empfinde es als Frechheit, das gibt’s nur in Österreich so“, hatte Keeper Christopher Knett nach Abpfiff eine klare Meinung zur „Causa Stripfing“. Die Annullierung der Mostviertler Duelle kostete dem SKN drei Punkte – und die Meisterschaft.
Am eigenen Unvermögen gescheitert
„Sie haben in der Hinrunde nur Unentschieden gespielt, wir wären also jetzt eigentlich an der Spitze“, stimmt Thesker ins Klagelied ein. Und weiß aber auch, dass man trotz allem oft genug den Sack hätte zumachen können. „Es fällt ein bisschen schwer die Liga ernst zu nehmen. Fakt ist aber auch, dass wir vorne unglaublich viel liegen haben lassen, teils auch die Qualität ein Problem war.“
„Das ist ein Wahnsinn“
Einige Spieler kämpften mit den Tränen, einzig Coach Cem Sekerlioglu fand schon Platz für den Stolz: „Vor der Saison war für viele das Ziel, nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Wenn ich sehe, wo wir jetzt stehen, dann ist das ein Wahnsinn.“
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