Konflikt in der Salzburger Gemeinde Altenmarkt: Nachbarn toben, weil die Raiffeisen-Bank eine Zufahrt wegen einer Baustelle bei der Filiale mit einem Kran blockiert. Pikant dabei: Es gibt eigentlich ein eingetragenes Nutzungsrecht an dem Grund. Die Nachbarn wussten davon nichts.
Die Situation ist verfahren: In Altenmarkt wird die Filiale der Raiffeisen-Bank gerade groß umgebaut. Für die Baustelle ist ein Kran notwendig, der so positioniert wurde, dass die Zufahrt zum unmittelbar dahinterliegenden Barbarahof komplett blockiert ist. Der Knackpunkt dabei: Es gibt ein eingetragenes Nutzungsrecht, ein sogenanntes Servitut, dass die Nachbarn über den Grund zufahren dürfen.
In dem früheren Hotel, das zu Ferienwohnungen umfunktioniert wurde, gibt es mehrere Miteigentümer.
Es ist eine privatrechtliche Angelegenheit und nicht Sache der Gemeinde. Man sollte es im guten Einvernehmen lösen.
Josef Steger (ÖVP), Ortschef und früher Raiffeisen-Mitarbeiter
„Wir wurden nicht informiert“, ärgert sich Johann Eckart. Vor Jahren habe Raiffeisen auch schon einmal den Versuch gestartet, der Familie die Wegerechte wegzunehmen, scheiterte dabei aber, heißt es. Miteigentümer Hannes Schwenter, dem vier Ferienwohnungen gehören, erbost: „Wir haben das zufällig mitbekommen.“
Raiffeisen würde so Rechte mit den Füßen treten. Von dort heißt es auf „Krone“-Anfrage: „Wir sind verhandlungsbereit.“ Es geht auch um Mieteinnahmen. Weil kein Kompromiss zustande kam, soll der Fall vor Gericht landen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.