




Schneidige Burschen, kräftige Pferde, spannende Wettkämpfe, Musik und Tanz in Tracht: Kufenstechen und Kranzelreiten sind besondere Traditionen in Kärnten.
Es geht ja immer um die Liebe... oder zumindest um ein Anbandeln zwischen ihm und ihr. So auch bei zwei jahrhundertealten Bräuchen.
Alljährlich zu Pfingsten erinnert das Kranzelreiten an das Jahr 1567, in dem die Pest lediglich die Jungfrau vom Schloss Thurnhof in Zweinitz und drei Bürgersöhne von Weitensfeld verschont hat. Ein Wettlauf sollte damals entscheiden, wen sie heiratet.





Heuer laufen Simon Dörfler, Rene Gebeneter und Nico Wissiak um den kühlen Kuss der steinernen Jungfrau, die auf dem Marktplatz von Weitensfeld steht, um die Ehre, das Kranzel und ein Seidentüchl – am Pfingstmontag um 14 Uhr. Schon am Pfingstsonntag wird die Freyung aufgestellt (ab 12 Uhr). Danach reiten die Kranzelreiter nach Zweinitz, um alle einzuladen. Gstanzln singen sie auch in Weitensfeld.
Am Pfingstmontag galoppieren die Kranzelreiter, angeführt von Bürgermeister Franz Sabitzer, dreimal über den Platz, um die Pest und weiteres Unheil vom Markt fernzuhalten. Danach laufen die Burschen die 260 Meter lange Strecke.
Gefeiert wird in Weitensfeld schon am Samstag, 23. Mai (ab 17 Uhr).
Auftakt zum Kranzelreiten. Am Samstag, 23. Mai, am Marktplatz in Weitensfeld: Ab 17 Uhr: „Blasmusik trifft Tracht“ mit Platzkonzert der Trachtenkapelle Zweinitzund Strohmaier-Trachtenmodeschau.
18.30 Uhr: Landesentscheid vom Redewettbewerb „Jugend am Wort“der Landjugend Kärnten. Auftanz der Landjugend Deutsch Griffen. Vorstellung der Pfingstläufer.
Gstanzlsänger laden zum Kranzelreiten am Pfingstsonntag und Pfingstmontag nach Weitensfeld ein.
Der Pferdezuchtverein K11-Gurktal verlost einen Noriker-Stutjährling. „Die Silberbacher“ spielen auf.
Sonntag, 24. Mai
10 Uhr: Festgottesdienst in der Pfarrkirche
12 Uhr: Aufstellung der Marktfreyung, Ausritt der Kranzelreiter nach Zweinitz, Gstanzlsingen am Dorfplatz und beim Schloss Thurnhof
Um etwa14.30 Uhr:Empfang der Kranzelreiteram Ortseingang in Hafendorf und Übergabe der Marktfahne,Gstanzlsingen durch den Markt
19 Uhr:Gelebtes Brauchtum mit der Landjugend Zweinitz; Vorstellung der Läufersteller, Läufer und Ehrentänzerinnen
Im Anschluss:Die 3 Wilderer
Montag, 25.Mai
8 Uhr:Weckruf der Trachtenkapelle Zweinitz
10 Uhr:Unterhaltung am Marktplatz mit der Familienmusik Leitner und der Landjugend Zweinitz
14 Uhr:Kranzelreiten und Wettlauf um den Kuss der Jungfrau
Im Anschluss:Gabriel Urach & seine jungen fidelen Lavanttaler
Auf die Kufe!
Jungen Frauen imponieren, schnelle Pferde im Griff haben, auf der Liste der immateriellen Kulturerbes der UNESCO stehen: All das trifft auch auf das Kufenstechen zu, das ab Muttertag quasi an jedem Wochenende in einem anderen Gailtaler Ort gefeiert wird, doch das bekannteste Kufenstechen ist jenes von Feistritz – und das lockt zu Pfingsten die Besucher.



Nach dem Kirchgang und der Sauren Suppe zu Hause trifft man sich am Dorfplatz. Die Frauen präsentieren sich in den zahlreichen Lagen der Gailtaler Tracht, die Burschen tauschen den Hut gegen die Mütze, die im Stiefelschaft steckt, schwingen sich auf ein Pferd und galoppieren auf dem Noriker durch die Menschengasse: Mit dem knapp vier Kilo schweren Schlägel donnern sie auf die Kufe, eine Art Holzfass auf einem Pfahl. Der Bursche, bei dessen Schlag die Kufe endgültig zerfällt, darf mit dem Schlägel den Blumenkranz aufstecken. „Heint hol i beim Stechn mir s‘Kranzle und morgen dås Dirndle dazua“, heißt es im Lied, also beginnt nach dem Kufenstechen der Lindentanz.
Die Burschenschaft Feistritz an der Gail lädt auch heuer zu Pfingsten zum Jahreskirchtag: Am Pfingstmontag wird nach dem Gottesdienst (9.30 Uhr) in Oberfeistritz (ab 14 Uhr) das Kufenstechen begangen; ab 15 Uhr in Unterfeistritz – mit Tanz und Musik! Die Altburschen feiern den Jahreskirchtag am Dienstag, 26. Mai (Messe um 10 Uhr, Kufenstechen ab 17 Uhr in Unterfreistritz). Die Gailtaler Kirchtagsmusik spielt auf.
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