Prettner/Flachberger

WM-Silber! „Das muss jetzt ein wenig sacken“

Sport
17.05.2026 16:27
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Österreichs Segler sorgen weiter für internationale Erfolge: Nach WM-Bronze für Valentin Bontus holten Keanu Prettner und Jakob Flachberger bei der 49er-WM vor Quiberon sensationell Silber. Das Duo kämpfte sich in den Medal Races noch von Rang fünf auf das Podest vor.

Die Salzburger 49er-Segler Keanu Prettner und Jakob Flachberger haben ihre starke Weltmeisterschaft mit einer Silbermedaille gekrönt. Das Duo startete als Gesamtfünfte in den finalen Wettkampftag der Titelkämpfe und nutzte die beiden Medal-Races eindrucksvoll, um sich noch auf Rang zwei nach vorne zu arbeiten.

Bereits im ersten Medal-Race, das ausschließlich den besten zehn Teams der Opening-Series vorbehalten war, legten die beiden 26-Jährigen mit einem kontrollierten vierten Platz die Basis für den späteren Erfolg und verbesserten damit ihre Chancen auf Edelmetall deutlich.

Im entscheidenden zweiten Medal-Race präsentierten sich Prettner/Flachberger schließlich in Topform. Nach einem starken Start segelten die Österreicher lange an der Spitze des Feldes und lagen zeitweise sogar auf Goldkurs. Mit Rang zwei im abschließenden Rennen sicherten sie sich letztlich die Silbermedaille hinter den Neuseeländern Seb Menzies/George Lee Rush. Bronze ging an die Niederländer Bart Lambriex van Aanholt und Floris van de Werken.

Prettner: „Das ist natürlich überragend“
„Es ist immer extrem super, wenn man bei einer Weltmeisterschaft eine Medaille holen kann – weil es ja doch der Ziel-Event ist, an dem alle immer top-ausgerüstet antreten. Dass wir es dieses Jahr so gut umsetzen konnten, ist natürlich überragend. Wir freuen uns extrem. Ganz realisiert haben wir es noch nicht. Die ganze Woche hat sich sehr gut angefühlt. Die Bedingungen hier, mit etwas mehr Wind, liegen uns einfach. Wir haben dann mit den beiden Race-Wins am Eröffnungstag schon viel Drive für die restliche Regatta mitnehmen können. Und dann haben wir uns nicht viele Fehler erlaubt, sind konstant gesegelt und hatten einfach Spaß am Attackieren – und das hat uns die Silbermedaille ermöglicht“, kommentiert Keanu Prettner den größten Erfolg seiner Karriere.

Auch Vorschoter Jakob Flachberger zeigte sich nach dem Erfolg emotional: „Wir haben gewusst, dass wir heute attackieren müssen. Es war für den Kopf brutal – beide waren wir angespannt. Aber wir haben es geschafft. Gutes Teamwork, gute Kommunikation am Boot und wir haben die Nerven bewahrt und sind somit zwei sehr gute Rennen gefahren. Jetzt sind wir überglücklich mit der Silbermedaille. Unglaublich. Das muss jetzt mal ein wenig sacken.“

Für Österreich ist es die vierte WM-Medaille in der olympischen 49er-Klasse. Zuvor hatten Nico Delle Karth/Nikolaus Resch 2007 und 2016 jeweils Silber gewonnen, Benjamin Bildstein/David Hussl holten 2017 Bronze.

OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid sprach nach dem erfolgreichen Wochenende von einer besonderen Leistung des gesamten Teams: „Zwei WM-Medaillen an einem Wochenende haben wir überhaupt nur ganz selten gehabt – ich kann mich nicht daran erinnern. Es unterstreicht, dass wir aktuell sehr gut arbeiten und in mehreren olympischen Klassen realistische Chancen auf Medaillen haben. Wir sind auf höchstem Level, in der absoluten Weltspitze in der Lage, jederzeit zuzuschlagen und unsere Leistung abrufen zu können.“

Zur Entwicklung in der 49er-Klasse meinte Schmid weiter: „Gerade in der 49er-Klasse sieht man, wie hoch das Niveau mittlerweile ist: Keanu und Jakob mussten vor wenigen Wochen in Hyères noch in die Silberflotte, nun sind sie Vizeweltmeister. Bei der WM haben die beiden nun extrem stabil gearbeitet und sich kaum Fehler geleistet – das war überragend. Besonders hervorzuheben ist auch die Arbeitsmethodik unseres gesamten Teams. Technologische und meteorologische Komponenten wie Strömungs- und Windmessungen waren ein enorm wichtiger Bestandteil, um das Revier perfekt zu verstehen und erfolgreich zu sein – das war ‘outstanding‘.“

Auch zur Formula-Kite-WM fand der Sportdirektor lobende Worte: „Für Valentin war die Weltmeisterschaft wiederum unglaublich schwierig – mit Materialschäden und vielen Herausforderungen. Unter diesen Voraussetzungen trotzdem noch eine Medaille zu holen, ist extrem ‘tough‘ und verdient höchsten Respekt. Im Finale hat er dann nochmal ein Eutzerl draufgelegt – das war richtig stark.“

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