Verträge sind fixiert

Geothermie für Graz: Gemeinderat gibt grünes Licht

Steiermark
12.05.2026 12:10

Das riesige Geothermie-Projekt für die Grazer Fernwärmeversorgung nimmt die nächste große Hürde: Im Gemeinderat werden die Verträge für das 500-Millionen-Euro-Vorhaben beschlossen. Die erste Erkundungsbohrung soll Ende des Jahres starten. 

Ein überraschendes Zerwürfnis zwischen den Projektpartnern im Herbst, dann die Einigung im Frühjahr – und jetzt folgt das grüne Licht im Grazer Gemeinderat. Das große Geothermie-Projekt für Graz, „Tiefenkraft“ genannt, ist wieder auf Schiene. 500 Millionen Euro sollen investiert werden, damit in St. Marein bei Graz und Kirchberg an der Raab heißes Wasser aus der Erde geholt und nach der Wärmeentnahme wieder zurückgepumpt wird. Etwa die Hälfte der Grazer Fernwärme soll künftig so gewonnen werden. 

Im November stand das Vorhaben allerdings auf der Kippe. Es ging um die Frage, wer welches Risiko trägt – die Stadt Graz befürchtete eine unbeschränkte Haftung, die extrem kostspielig hätte werden können. Ende März gab es aber wieder eine Einigung. Das Risiko für die Investitionen und für den Transport der Wärme bis Graz übernimmt ein neues Joint Venture, gegründet von der OMV und der Energie Steiermark.

Graz zahlt 35 Millionen Euro Risikoprämie
Die Energie Graz übernimmt die Wärme erst ab der Stadtgrenze am Sternäckerweg und sorgt dann für die Verteilung an die Haushalte. Zu bezahlten ist jedoch eine Risikoprämie über 3,5 Millionen Euro, und das zehn Jahre lang. Das ergibt in Summe 35 Millionen Euro.

Im Gemeinderat am 21. Mai sollen nun vier zentrale Verträge beschlossen werden: eine Kooperationsvereinbarung zwischen den beteiligten Unternehmen, eine Vereinbarung zur Aufteilung von Chancen, Risiken, Aufwänden und Erträgen, ein Wärmelieferungsvertrag sowie ein Wärmetransportdienstleitungsvertrag.

„Die Risiken wurden klar benannt und entsprechend nachgebessert. Das Ergebnis ist eine sachlich vertretbare Lösung, auf deren Basis das Projekt weitergeführt werden kann“, sagt KPÖ-Finanzstadtrat Manfred Eber. Erfreut über die bevorstehenden Beschlüsse zeigen sich auch Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ), Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) und SPÖ-Vorsitzende Doris Kampus. 

Erkundungsbohrung soll noch heuer starten
Wie geht es beim Projekt selbst weiter? In St. Marein bei Graz, konkret im Ortsteil Petersdorf II, soll laut OMV im vierten Quartal die erste Erkundungsbohrung starten, die bis Jänner 2027 dauert. Sollte diese erfolgreich sein, sind weitere Erkundungsbohrungen geplant. 

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