Nach Stopp durch OMV

Paukenschlag: Suche nach heißem Wasser startet

Steiermark
08.01.2026 06:00

Das Geothermie-Projekt für Graz ist noch nicht gestorben: Nach dem Stopp durch die OMV im Herbst wird nun doch die Steiermark mit Spezial-Lkw erkundet. Die millionenschwere Haftungsfrage ist aber weiterhin ungeklärt. 

Es war ein Paukenschlag: Im November wurde bekannt, dass die OMV beim großen steirischen Geothermie-Projekt die Reißleine zieht. Zur Erinnerung: Mit heißem Wasser sollte ab dem Jahr 2030 gut die Hälfte des Grazer Fernwärmebedarfs gedeckt werden. Investitionsvolumen: circa 500 Millionen Euro.

Hintergrund der OMV-Entscheidung: Die Stadt Graz war nicht bereit, umfassende Haftungen zu übernehmen. Die Rede war von bis zu 200 Millionen Euro. Tagelang tobte eine kommunalpolitische Schlammschlacht, die Energie Steiermark legte sogar ein Angebot für die Übernahme der Energie Graz, was im Rathaus brüsk abgelehnt wurde. Dann wurde ein „Friedensabkommen“ geschlossen, neue Gespräche konnten beginnen.

Mit Seismik-Lkw werden von Februar bis April weite Teile der Steiermark erkundet.
Mit Seismik-Lkw werden von Februar bis April weite Teile der Steiermark erkundet.(Bild: OMV)

Untersuchungen in acht steirsichen Bezirken
Und jetzt gibt es noch mehr Hoffnung: Wie die OMV auf „Krone“-Anfrage bestätigt, starten im Februar die seismischen Messungen mit speziellen Lkw in acht steirischen Bezirken (Graz, Graz-Umgebung, Südoststeiermark, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz, Voitsberg, Leibnitz und Deutschlandsberg). Auf einer Länge von 900 Kilometern wird eruiert, wo besonders viel heißes Wasser in der Erde zu finden ist. Die Messungen gehen in bis zu 3,5 Kilometer Tiefe. Dauern sollen die Arbeiten bis April.

Die Kosten von fünf Millionen Euro übernimmt die Energie Steiermark – „verbunden mit der großen Hoffnung, dass die konstruktiven Gespräche mit der Stadt Graz zu einem guten Ende kommen“, so Sprecher Urs Harnik. Das Projekt soll also unbedingt am Leben erhalten bleiben. Fraglich ist jedoch, ob schon vor der Graz-Wahl (vermutlich im September) eine Entscheidung fällt. 

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