Günstiger als 2022

Immobilien: Eigentum wurde etwas leistbarer

Wirtschaft
13.05.2026 05:00

Leicht gesunkene Immobilienpreise plus recht hohe Lohnsteigerungen machten den Kauf eines Eigenheims in den letzten drei Jahren etwas erschwinglicher. Laut Bank Austria braucht man dafür weniger Jahreseinkommen als 2022. Allerdings sind die regionalen Unterschiede enorm, und es wird wieder teurer.

Konkret sind die Kaufpreise von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern seit 2022 im Schnitt um 3,2 Prozent gesunken. 2025 gab es schon eine leichte Trendwende, Immobilien wurden um 2,6 Prozent teurer, doch die Nettoeinkommen legten um 3,5 Prozent zu. Daher wurden die eigenen vier Wände insgesamt drei Jahre lang relativ gesehen günstiger. „Seit 2022 kam es zu einer Erhöhung der Leistbarkeit gemessen am Verhältnis der Nettoeinkommen zu den Immobilienpreisen um mehr als ein Fünftel“, fasst Stefan Bruckbauer, Chefökonom der Bank Austria, seine neue Studie zusammen.

8,5 Jahresbezüge für eine Wohnung, 12,5 für ein Haus
Anders gesagt: Für ein Eigenheim mit 100m2 waren Ende des Vorjahres durchschnittlich 8,5 Jahres-Nettobezüge notwendig, um ein Einfamilienhaus zu kaufen, und 12,5 Jahreseinkommen für eine Wohnung. 2022 waren es noch 10,7 Bezüge für das Haus und sogar 16,2 Einkommen für die Wohnung. Nach Schätzung der Bank Austria betrug 2025 der Quadratmeterpreis für eine Wohnung circa 4100 Euro, für ein Haus etwa 2800 Euro. Gegenüber der Preisspitze von 2022 ersparte man sich so immerhin 250 Euro bzw. 120 Euro auf den Quadratmeter. 

Burgenländer müssen am wenigsten hinblättern
Ob sich der Kauf ausgeht, liegt allerdings sehr daran, wo man wohnen will. Besonders günstig ist das Burgenland: Dort betragen die Jahreseinkommen unselbstständig Beschäftigter 106 Prozent des Österreichschnitts, gleichzeitig sind Häuser um rund ein Drittel und Wohnungen sogar um über die Hälfte billiger als anderswo. Folge: Für 100 m² brauchen Burgenländer nur 5,2 Jahres-Nettogehälter hinzublättern. Am tiefsten müssen Wiener in die Tasche greifen. Unterdurchschnittliche Einkommen (96,5 Prozent des Österreich-Wertes) und extrem hohe Immobilienpreise (fast 200 Prozent bei Häusern, 123 Prozent für Wohnungen) bedeuten eine Belastung von gleich 17,4 Jahreseinkommen. Etwa in der Mitte ist man in Niederösterreich (Einkommen 106 Prozent, Häuserpreis 91 Prozent, Wohnungen 73 Prozent des Österreich-Schnitts).

Nur noch acht Quadratmeter für ein Jahresgehalt
Auch wenn das Bild also im Moment halbwegs erfreulich ist, längerfristig wurden Eigenheime drastisch weniger bezahlbar. Seit 2010 hat sich der Quadratmeterpreis für Einfamilienhäuser verdoppelt, Wohnungen wurden sogar 120 Prozent teurer. Die Nettoeinkommen legten in diesem Zeitraum zwar auch um immerhin 73 Prozent zu, doch die Schere ging deutlich auf. Anders ausgedrückt: Früher reichte ein Nettojahresbezug zum Kauf von 10 Quadratmetern einer Eigentumswohnung, jetzt gehen sich damit nur mehr 8 Quadratmeter aus.  

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