„Krone“-Kommentar

Putin zündet eine Nebelkerze

Kolumnen
13.05.2026 05:00

Polit-Auguren rätseln über Putins beiläufigen Nebensatz am abgespeckten „Tag des (Weltkriegs-)Sieges“: „Die Ukraine-Sache neigt sich dem Ende zu.“

Ein Versuchsballon? Dann sollte man ihn nicht platzen lassen, sondern einfangen und Putins Absicht testen.

Nur eine Beruhigungspille für die unruhig gewordene eigene Bevölkerung? Dann weiß man, wie viel es geschlagen hat, und es stellt sich die Frage nach der Stabilität des Putin-Regimes.

Der Krieg ist im fünften Jahr festgefahren, die Ukraine ist nicht zu brechen. Hingegen wächst der Frust in Russland infolge der ukrainischen Drohnenoffensive: Internetsperren aus Vorsicht, aber auch aus Zensur, Onlinebestellungen nicht mehr möglich, Flughäfen lahmgelegt und der durch Ukraine-Drohnen zusammengeschossene Ölexport kann nicht mehr die Kriegskasse füllen. Die Staatsfinanzen krachen an allen Ecken und Enden.

Putin ist im Tunnelblick des (Ukraine-)Besessenen gefangen und hat die Realität verloren. Putschgerüchte machen die Runde.

In dieser Schein-Stabilität reicht die (späte) Unzufriedenheit der Bevölkerung nicht aus, das autoritäre System ins Wanken zu bringen. Dazu bedarf es auch Zwist und Spaltung an der Spitze der Pyramide der Macht. Noch zeichnet sich kein Möchtegern-Nachfolger ab à la Ungarn.

Palast-Putsche überraschen morgens mit einem „Neuen“, an den man gar nicht gedacht hätte.

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