Studie mit neuen Daten

Ein kleiner rot-weiß-roter Krisen-Bonus für die EU

Außenpolitik
09.05.2026 05:00

Mit den weltpolitischen Auseinandersetzungen und Sorgen steigen die Zustimmungswerte der Österreicher für die Europäische Union. Die Ergebnisse einer neuen Eurobarometer-Studie zeigen: Man wünscht sich, mehr Geschlossenheit nach innen, für mehr Schutz nach außen. 

Es sind beachtliche Ergebnisse zum Europa-Tag am 9. Mai. Immerhin 49 Prozent der Österreicher halten die EU-Mitgliedschaft für eine „gute Sache“ – acht Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr (siehe Grafik unten). Von Frühlingsgefühlen kann bei der jüngsten, im Herbst erhobenen Eurobarometer-Umfrage aber dennoch keine Rede sein. Die allgemeine Weltlage bereitet den Österreichern besonders große Sorgen.

(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Zwar sind 85 Prozent der Österreicher für die eigene Zukunft optimistisch. Aber nur 13 Prozent glauben, dass sich ihr Lebensstandard in den nächsten fünf Jahren verbessern wird. 37 Prozent rechnen sogar mit einem Abstieg. Da erscheint es nur allzu verständlich, dass sich die Bürger aus Brüssel echte Lösungen für ihre Alltagssorgen erwarten: Inflation bekämpfen (48 Prozent), Jobs schaffen (39 Prozent), Sicherheit liefern (30 Prozent). Der rot-weiß-rote Hauch einer EU-Euphorie kommt mit Blick auf die Umfrageergebnisse nicht zufällig. 70 Prozent sorgen sich um Kriege nahe der EU-Grenzen, 67 Prozent um unkontrollierte Migration, 65 Prozent der Landsleute um Desinformation.

Ministerin Claudia Bauer.
Ministerin Claudia Bauer.(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Zurück an den Tisch der Weltbühne
70 Prozent sorgen sich um aktive Kriege nahe den EU-Grenzen, 67 Prozent um unkontrollierte Migration, 65 Prozent um Desinformation. Je rauer der Wind von außen, desto wärmer wirkt das europäische Haus von innen. 86 Prozent der Österreicher wollen, dass Europa geschlossener auftritt – weil man alleine zu leise wäre. Für Europaministerin Claudia Bauer (ÖVP) ergibt das unterm Strich: „Gerade jetzt braucht es ein Europa, das selbstbewusst auftritt und seine Interessen klar vertritt. Wir müssen auf der Weltbühne wieder ernst genommen werden und bei den großen Entscheidungen mit am Tisch sitzen.“ 

Vom Roaming-Schock zur Selbstverständlichkeit
Zudem macht Bauer anlässlich des heutigen Europatages darauf aufmerksam, was die EU für unser aller Alltag bedeutet – und bringt: „Viele erinnern sich noch: Im Urlaub schnell telefonieren und danach die böse Überraschung auf der Handyrechnung. Heute gehört das der Vergangenheit an. Innerhalb der EU telefonieren und surfen wir wie zu Hause, ohne Zusatzkosten“, so Bauer. Ein Vorteil, den Millionen Österreicher jedes Jahr ganz selbstverständlich nutzen. „Europa ist kein Selbstläufer. Viele Vorteile, die wir heute als selbstverständlich sehen“, ergänzt sie

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