Gehörig in Verruf geraten ist „unser“ ORF, der öffentlich-rechtliche Sender, der eigentlich im Eigentum der Öffentlichkeit, also der Gebührenzahler, steht. „Eigentlich“: Denn in Wahrheit bleibt er trotz aller in jüngster Vergangenheit bekannt gewordener Skandale und Affären im Klammergriff der Politik.
Durch die Politik und durch skandalumwitterte Gagenkaiser im eigenen Haus so sehr in Verruf zu geraten - das wollen sich die ORF-Beschäftigten nicht gefallen lassen. Nach einer ersten Resolution, in welcher der Redakteursrat unter anderem die Abberufung der Stiftungsratsspitze gefordert hatte, stellen sie nun konkrete Forderungen zu diesem Gremium, das demnächst in hurtig vorgezogenen Terminen über die Besetzung der Generaldirektion und der Landesdirektionen bestimmt.
Der Stiftungsrat müsse dem öffentlich-rechtlichen Auftrag verpflichtet sein, nicht Partei-Interessen, heißt es etwa. Denn derzeit, wird kritisiert, sei „dieses Aufsichtsgremium großteils politisch besetzt“. Solange die Geschäftsführung von den Fraktionen bestellt werde, sei sie von der Politik abhängig. Die Direktorinnen sollten aber in geheimer Wahl von unabhängigen, anerkannten Experten bestellt werden.
Nur ein Traum? Nein – eine legitime Forderung, die von der Politik endlich zu erfüllen ist! Denn worauf die Sender-Leute auch hinweisen: „Der ORF gehört den Menschen in Österreich, nicht den Parteien.“ Wenn das die Parteien nicht rasch erkennen, werden sie einen Scherbenhaufen ernten.
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