Der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing hat im ersten Quartal 2026 deutlich weniger Gewinn gemacht als im Vorjahresquartal. Das Ergebnis nach Steuern ging von 31,7 Millionen Euro auf 24 Millionen Euro zurück, wie das sich in Umstrukturierung befindende Unternehmen mitteilte.
Faserhersteller Lenzing verbuchte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 615,7 Millionen Euro – ein Rückgang von fast elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hauptgründe dafür seien niedrigere Faserverkaufsmengen und -preise sowie niedrigere Zellstoffpreise, so das Unternehmen.
Die geringeren Verkaufsmengen seien eine bewusste Strategie: Man habe weniger profitable Produktionslinien temporär heruntergefahren. Das börsennotierte Unternehmen befindet sich generell in einer Umstrukturierung. Wie berichtet, sollen bis 2027 bis zu 600 Stellen abgebaut werden.
Ergebnis positiv, aber niedriger
Das Ergebnis nach Steuern war nach zuletzt drei negativen Quartalen im Vorjahr nun mit 24 Millionen Euro erstmals wieder positiv. Allerdings sank der Gewinn im Vergleich zum ersten Quartal 2025 deutlich – damals lag das Ergebnis bei 31,7 Millionen Euro.
Die Lenzing produziert Fasern für Textilien aller Art, hat ihren Sitz in der gleichnamigen Gemeinde in Oberösterreich und beschäftigt aktuell knapp 7600 Mitarbeiter.
Risiken durch Nahostkonflikt
Im laufenden Jahr will Lenzing die Transformation weiter vorantreiben „um zusätzliche Kostenpotenziale zu heben sowie die Umsatz- und Margengenerierung weiter zu verbessern“, schreibt das Unternehmen. Die anhaltende Unsicherheit lasse aber keine konkrete Prognose zu. Risiken würden sich vor allem aus dem Nahostkonflikt ergeben. Dieser habe bereits zu steigenden Energie- und Rohstoffpreisen beigetragen und werde voraussichtlich zu höheren Inflationserwartungen sowie restriktiveren finanziellen Rahmenbedingungen führen.
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