Die Geduld der Fahrzeuglenker, die am Donnerstagvormittag auf der Rheintalautobahn unterwegs waren, wurde auf eine harte Probe gestellt. Ein Geisterfahrer hatte dort für Verkehrschaos und einen kilometerlangen Stau gesorgt.
Der 44-jährige Pkw-Lenker war gegen 9.30 Uhr von Dornbirn kommend in Fahrtrichtung Tirol unterwegs. Kurz nach der Abfahrt Altach lenkte er sein Auto von der linken Fahrspur in ein Baustellenfeld, das lediglich mit Leitbaken abgesichert war. Unbeirrt rollte der Mann einen knappen Kilometer durch die Baustelle. Da er sich dann aufgrund der baulichen Anlagen nicht mehr auf die korrekte Spur zurückwechseln konnte, fuhr er auf der Gegenfahrbahn weiter.
Polizei stoppte Geisterfahrer
Dort kam es glücklicherweise zu keinem Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug. Da das Verkehrsaufkommen recht hoch war, waren die entgegenkommenden Lenker nur sehr langsam unterwegs und konnten rechtzeitig reagieren. Einer Polizeistreife gelang es schließlich, den Geisterfahrer anzuhalten. Wenige Momente später ereignete sich auf der Richtungsfahrbahn Tirol ein Auffahrunfall zwischen zwei Lkw. Auch hier wurde niemand verletzt.
Die A14 war aufgrund der Vorfälle nur erschwert passierbar: Die Fahrbahn in Richtung Deutschland konnte zwar nach wenigen Minuten wieder freigegeben werden, dennoch bildete sich ein Rückstau bis zur Abfahr Götzis. Die Richtungsfahrbahn Tirol war aufgrund des Auffahrunfalls bis kurz vor 11 Uhr nur einspurig befahrbar. Der Rückstau reichte bis zur Autobahnraststätte in Hohenems.
Führerschein an Ort und Stelle abgenommen
Eine durch einen Poolarzt durchgeführte Fahrtauglichkeitsuntersuchung des Geisterfahrers ergab, dass der 44-Jährige gar nicht fahrtauglich war. Nach Angaben der Polizei besteht der Verdacht einer Beeinträchtigung durch Suchtgift, Übermüdung sowie eine Erkrankung. Der Führerschein wurde einkassiert, entsprechende Anzeigen werden erstattet.
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