In den ÖSV-Kaderlisten der Alpinen scheinen für den Winter 2026/27 keine neuen VSV-AthletInnen auf. Wie schon in der vergangenen Saison. Dafür hat es mit Christopher Lisch ein 19-Jähriger in den C-Kader geschafft, der für den legendären Kitzbüheler Ski Club startet – obwohl er eigentlich aus dem Ländle kommt...
„Vorarlberg ist mein Blut, von dort komme ich her und ist ein großer Teil meines Lebens“, sagt Christopher Lisch. Weshalb scheint der 19-jährige Neueinsteiger aber als Tiroler und nicht als VSV-Athlet im ÖSV-C-Kader für die Saison 2026/27 auf?
Ein echter Oberländer
Lisch wuchs im Oberland auf, startete für den SV Sulz-Röthis, besuchte die SMS Rankweil und war Teil des VSV-Kaders. Im April 2021 starb sein Papa Günter – keine leichte Zeit für Mama Eva und ihn. Doch nach intensiver Trauerarbeit fand die diplomierte Ernährungsberaterin und Sportwissenschafterin im Kitzbühler Christian Leitern eine neue Liebe – und „Chris“ einen neuen Mentor und Coach.
Ex-Palander-Coach als Mentor
Leitner leitet nicht nur seine eigene Race-Academy, er war auch lange als Trainer im Weltcup unterwegs. Etwa mit Kalle Palander (Fin), den er 1999 in Vail zu Gold im WM-Slalom führte. „Er ist ein Trainer von Weltformat, mit viel Erfahrung. Das findet man nicht so oft“, weiß Lisch, der schon vor dem Umzug nach Kitzbühel vor zwei Jahren die Arbeit mit Leitner begann. „Christian ist schon sehr prägend für mich. Nicht nur was das Skifahrerische angeht, sondern auch was das Leben im Allgemeinen betrifft.“
Selbstvertrauen kam früh
Eine Zusammenarbeit, die immer mehr Früchte trägt. „Ich hatte schon im vergangenen Sommer eine sehr gute Vorbereitung“, blickt der Fischer-Pilot zurück. „Beim Auftakt am Pass Thurn bin ich zwar zweimal raus, habe aber gemerkt, dass ich sehr schnell bin.“ Etwas, das er wenig später mit seinem ersten Sieg auf FIS-Ebene in Hochfügen bestätigte. „Danach war Selbstvertrauen da und es ging alles relativ locker von der Hand.“ Einem Sieg im FIS-Riesentorlauf am Hochficht folgten Silber (RTL) und Bronze (Slalom) bei den österreichischen Juniorenmeisterschaften, die Nominierung für die Junioren-Weltmeisterschaft in Narvik und die Aufnahme in den ÖSV-C-Kader.
Perfekte Zusammenarbeit der Trainer
„Ein Punkt, weshalb es in diesem Winter so gut funktioniert hat, ist auch die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Christian und Jürgen Kriechbaum, meinem Trainer in Stams“, weiß Chris, für den die Aufnahme in den C-Kader nur ein Zwischenziel ist. „Ich will weiter rauf, in den Weltcup und dort gewinnen.“
Davor wartet aber noch jede Menge harte Arbeit – und die beginnt jetzt. „In dieser Woche stehen leistungsdiagnostische Tests an und von 10. bis 15. Mai werde ich mit meinen ÖSV-Trainern Tobi Erler und Fredl Hanser am Mölltaler Gletscher wieder auf den Skiern stehen.“
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