In Klosterneuburg (NÖ) sorgt die Vergabe der beliebten Kabanen im Strandbad für Diskussionen. Eine FPÖ-Gemeinderätin kritisiert, dass viele Plätze jahrelang von Auswärtigen blockiert werden, während Einheimische auf langen Wartelisten stehen. An einer Änderung wird nun gearbeitet. Rechtlich soll es erledigt sein, an den Details wird noch gefeilt.
Im Gemeinderat von Klosterneuburg sorgt die Vergabe der Strandbad-Wohnkabinen, den sogenannten Kabanen, für Debatten. FPÖ-Gemeinderätin Angelika Hohensinner-Wallishauser brachte einen Dringlichkeitsantrag ein. Ihre Kritik: Personen ohne Hauptwohnsitz in der Stadt würden oft den ganzen Sommer über Kabanen belegen. Jene Bürger, die mit ihren Steuern zur Finanzierung des Bades beitragen, kämen dadurch oft nicht zum Zug und müssten auf eine Warteliste.
„Fixplätze“ und lange Wartelisten
Der FPÖ-Politikerin zufolge haben sich über die Zeit regelrechte „Kommunen“ gebildet. Freundeskreise würden ihre „Fixplätze“ über Jahre hinweg verteidigen und keinesfalls abgeben wollen. Sie sollen sogar mehrere Kabanen für viele Wochen blockieren und so das System ausnutzen. Für die Klosterneuburger, die für das Bad ins Geldbörsel greifen müssen, bedeutet dies oft jahrelanges Warten.
Nachdem die FPÖ via Dringlichkeitsantrag – und in der Folge auch die „Krone“ – das Problem aufs Tablet brachte, sind zuständige Stadtausschüsse nun in Aktion getreten. Der Ausschuss für Rechtssachen hat in einer Sitzung die Grundlagen für eine mögliche Änderung bei der Vergaberichtlinie geebnet, jetzt macht sich das zuständige Team für Bäder daran, die Vorgangsweise auszuarbeiten. Es sei nicht davon auszugehen, dass sich die (Dauer-)Bewohner, unter denen sich viele „Nachbarschaftsrunden“ gebildet haben, Änderungen ohne Weiteres gefallen lassen, so Gemeinderätin Hohensinner-Wallishauser.
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