Polizei-Warnung vor fahrendem Volk schlägt hohe Wellen bei Volksgruppen.
Seither stehen beim Verein Hango-Roma und dem Newo-Zrio Sintikulturverein die Telefone nicht still. Martin Horvath und Simon Bort sind alles andere als amüsiert darüber, dass die Polizei in einem mittlerweile gelöschten Facebook-Posting die Bevölkerung davor warnte, Dienstleistungen des „Fahrenden-Volkes“ anzunehmen. Konkret handelt es sich um eine Gruppe aus Frankreich, die derzeit im Nordburgenland Halt macht. Dennoch würden, so die Kritik, allzu schnell alle über einen Kamm geschoren.
„Etliche Firmen haben bereits Stornierungen von Kunden erhalten“, berichtet Horvath, der auch Mitglied im Volksgruppenbeirat der Roma ist. „Unsere Leute arbeiten seriös. Sie werden so für etwas verantwortlich gemacht, das mit ihnen nichts zu tun hat.“ Es sei zudem problematisch, dass die angesprochene Gruppe laut Horvath meist freikirchlich geprägt sei und nicht mit den Roma und Sinti im Burgenland in Verbindung stehe.
Auch Bort betont, dass das Geschäft für fahrende Handwerker ohnehin zunehmend schwieriger werde und eine solche pauschale Warnung massive Auswirkungen habe: „Das ist eine Katastrophe für seriöse Betriebe. Nicht nur unsere Volksgruppe, sondern auch unsere Handwerker werden dadurch geschädigt.“ Er appelliert an die Bevölkerung, bei Unsicherheiten den direkten Kontakt zu suchen: „Egal ob beim Verein Roma Service oder beim Volksgruppenbeirat." Man stehe für Auskünfte gerne zur Verfügung.
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