Die Polizei sucht nach einem Brandleger, der binnen weniger Tagen mehrere Brände in St. Peter in der Au (Niederösterreich) gelegt hat. Sein Ziel: öffentliche WC-Anlagen.
Verunsicherung und Ärger sind groß in der etwa 5100 Einwohner zählenden Marktgemeinde St. Peter in der Au im Bezirk Amstetten. Denn dort treibt aktuell ein Feuerteufel sein Unwesen. Das Ziel des Unbekannten: WC-Anlagen.
In der Musikschule begann es
Begonnen hat die Serie vor mehr als einer Woche in der Musikschule. Dort wurde ein Papierhandtuchspender in Brand gesteckt. Durch die immense Rauchentwicklung wurden die Wände verrußt. Wenige Tage später brannte es im Herren-WC bei der Aufbahrungshalle. Wieder wurde ein Handtuchspender angezündet, wieder war der Schaden beträchtlich.
In der darauffolgenden Nacht hat der Zündler wieder zugeschlagen, dieses Mal im Damen-WC daneben. „Rauch und Ruß zogen diesmal sogar bis in die angrenzende Aufbahrungskapelle“, beklagt man am Gemeindeamt.
Das Glück bei allen drei Fällen: Die Feuer sind von selbst erloschen. „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich das Feuer weiter ausgebreitet hätte“, ist Bürgermeister Johannes Heuras bestürzt. Sämtliche Vorfälle wurden bei der Polizei angezeigt, die Ermittlungen laufen. Der Schaden beträgt mehrere Tausend Euro.
Erinnerungen an Vorjahr
Im Ort im Mostviertel kommen dabei auch Erinnerungen hoch: Erst im Vorjahr wurde die WC-Anlage beim Friedhof von Vandalen angezündet. „Das ist kein Kavaliersdelikt! Der Schaden ist jedes Mal enorm und geht zulasten der Allgemeinheit“, so Heuras. Daher werde nun geprüft, ob Zugänge mit Kameras überwacht werden können.
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