"Strafe Gottes"

Bürgermeister sieht Hurrikan als Strafe Gottes

Ausland
17.01.2006 14:46
Der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, hat die schweren Hurrikans im Vorjahr als eine Strafe Gottes für den Irak-Krieg und die Probleme unter den Afroamerikanern bezeichnet. „Sicherlich heißt Er es nicht gut, dass wir unter falschem Vorwand im Irak sind", sagte Nagin. Die Aussagen erregten die Gemüter in der Stadt und brachten dem Politiker wüste Drohungen ein.

Aber das Stadtoberhaupt provozierte sogar noch etwas weiter indem er sagte: „Sicherlich ist Er auch verärgert über die schwarzen Amerikaner.“ Die Zitate entstammen einem Interview mit der Zeitung Times-Picayune.

Zornige Bürger und Politiker
„Wir kümmern uns nicht um uns, wir kümmern uns nicht um unsere Frauen, und wir kümmern uns nicht um unsere Kinder.“ Deshalb habe Gott ein Hurrikan nach dem anderen geschickt, fuhr der schwarze Bürgermeister fort. Die Äußerungen von Nagin haben eine Beschwerdeflut verärgerter Bürger und Politiker der Stadt ausgelöst.

New Orleans wurde Ende August vergangenen Jahres mit voller Wucht von Hurrikan „Katrina“ getroffen. Nachdem die Dämme an mehreren Stellen brachen, wurden weite Teile des Stadtgebietes überflutet. 

 

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