Ein Steirer (58) soll seine eigene Werkstatt angezündet haben. Es entstanden 800.000 Euro Schaden. Der Angeklagte leugnet. Am Mittwoch ging der Prozess in Leoben ins Finale – und wurde abermals vertagt.
Finale im Prozess gegen einen Obersteirer (58), der im Februar 2023 seine Autowerkstatt in Brand gesteckt haben soll. Grund für die Tat sollen gesundheitliche Probleme, Überforderung mit der Arbeit und Schwierigkeit bei der Personalsuche gewesen sein, führte die Staatsanwaltschaft Leoben aus.
Verteidiger Gerald Ruhri betonte, dass sein Mandant zum Zeitpunkt der Brandstiftung keinerlei gesundheitliche Probleme gehabt habe. Auch das Unternehmen würde stabil dastehen. Sein Mandant habe keinerlei Grund gehabt, den Feuerteufel zu geben.
Fehler können überall passieren. Aber keiner hat etwas davon, wenn das in Beschimpfungen der Ermittlungsbehörden ausartet.
Richter Peter Wilhelm
Beim dritten und letzten Verhandlungstag kam es zum Showdown zwischen Verteidiger und Brandermittler, dem Ruhri einseitige Ermittlungen vorwarf. Richter Peter Wilhelm musste mehrfach eingreifen, um die Emotionen zu beruhigen, vor allem, als der Kriminalbeamte die Variante mit dem Molotowcocktail, den ein Unbekannter in die Werkstatt warf, ganz klar ausschloss: „Das Branderscheinungsbild wäre ein anderes gewesen.“
Zudem gäbe es keine Spuren von Brandbeschleuniger und auch keine Einwirkung von außen. Vielmehr dürfte ein Grillanzünder das Feuer entfacht haben. „Eine Null-Spuren-Theorie“, mokierte sich der Verteidiger. Allerdings soll das Handybewegungsprofil des Angeklagten so gar nicht mit seinen Angaben zusammenpassen. Eine Vielzahl Gutachter war am Wort.
Am Mittwochabend wurde der Prozess nach einem langen Verhandlungstag erneut vertagt. Ein Urteil gibt es noch nicht.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.