Gemeiner Trick

Schock-Anrufe: „Mama, bitte hilf mir doch!“

Niederösterreich
30.04.2026 05:50

Angst und Schrecken jagen seit Monaten falsche Polizisten im Raum Stockerau Senioren ein! Sie täuschen etwa den Unfall eines Enkerls vor und fordern Geld, um dieses „vor Haft“ zu bewahren!

Mit Tränen in der Stimme, dramatischen Unfallgeschichten und falschen Polizeibeamten am Telefon treiben die skrupellosen Betrüger ihr Unwesen. Besonders ältere Menschen geraten immer häufiger ins Visier der Täter, die mit psychologischem Druck und blanker Angst an Geld und Schmuck ihrer Opfer gelangen wollen.

Sofortige Zahlungen gefordert
Das Muster ist fast immer dasselbe: Das Telefon klingelt, am anderen Ende schluchzt angeblich die Tochter, der Sohn oder ein Enkerl. Oft ist nur schwer verständliches Weinen zu hören, ehe plötzlich ein vermeintlicher Polizeibeamter oder Staatsanwalt das Gespräch übernimmt. Dann folgt die Schocknachricht: Ein schwerer Unfall, ein Todesfall oder eine drohende Haftstrafe: „Mama, bitte hilf mir!“ Nur sofortige Geldzahlung könne helfen.

Die Täter setzen ihre Opfer massiv unter Stress. Kaum Zeit zum Nachdenken, kaum Gelegenheit, mit echten Familienmitgliedern Kontakt aufzunehmen. Genau darauf bauen die Kriminellen. Viele Ältere geraten in Panik und handeln aus Sorge um ihre Lieben.

Zitat Icon

Hinter den tränenreichen Stimmen am Telefon steckt meist nur eines – kaltblütiger, mitleidsloser Betrug skrupelloser krimineller Banden.

warnt ein Ermittler

Besonders perfide: Selbst die angezeigte Telefonnummer wirkt oft täuschend echt. Mithilfe von sogenanntem „Spoofing“ manipulieren die Betrüger die Rufnummernanzeige. Am Display erscheint dann eine scheinbar normale österreichische Nummer oder sogar eine behördlich wirkende Telefonnummer – obwohl der Anruf aus dem Ausland kommt. Spam- und Phishing-Anrufe lassen sich dadurch nur schwer erkennen.

Hinzu kommt, dass Kriminelle ihre Nummern laufend wechseln. Da unerlaubte Werbe- und Spamanrufe in Österreich verboten sind, tauchen viele dieser Telefonnummern oft nur kurzzeitig auf und verschwinden dann wieder.

Polizei warnt vor weiteren Coups!
Die Polizei mahnt zur Vorsicht: Keine Behörde geht so vor! Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte sofort auflegen. Im Zweifel empfiehlt es sich, selbstständig beim angegebenen Posten oder bei den Angehörigen anzurufen – jedoch nie über die Nummer des eingegangenen Anrufs.

Experten raten außerdem, bei unbekannten Nummern grundsätzlich zur Vorsicht, und verdächtige Rufnummern gegebenenfalls über eine Online-Rückwärtssuche zu überprüfen.

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