Nur 31 Wohnungen

Neues Eigentum ist in Salzburg absolute Mangelware

Salzburg
29.04.2026 07:00

Nur 31 geförderte Wohnungen haben die gemeinnützigen Bauträger vergangenes Jahr verkaufen können. Heuer steigen die Zahlen vor allem aufgrund eines Einmaleffekts. Nicht nur die hohen Preise sondern auch Zukunftssorgen halten die Salzburger vom Eigentum ab ...

Die Salzburger drängen sich immer stärker am Mietwohnungsmarkt. Vor allem, weil ihnen die Alternativen fehlen. Der Markt für neue Eigentumswohnungen ist fast komplett eingebrochen – gerade bei Wohnungen mit Wohnbauförderung. Die Gemeinnützigen Bauvereinigungen haben für 2025 zwar 743 Wohnungen übergeben. Aber nur 31 davon waren Eigentumswohnungen.

Im laufenden Jahr 2026 soll diese Zahl zwar auf 157 Wohnungen steigen, allein 120 davon entfallen aber auf ein einzelnes Projekt am Dossenweg in Gneis. Stephan Gröger, Obmann der Gemeinnützigen, fällt ein drastisches Urteil: „Der Eigentumsmarkt ist mehr oder weniger fast tot.“ Das betreffe nicht nur den geförderten Wohnbau, in dem die Gemeinnützigen tätig sind, sondern gerade auch den frei finanzierten.

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Wenn der Markt wieder anspringt, wären wir bereit. Wir haben ganz viele fertig gewidmete Eigentumsprojekte auf dem Tisch liegen.

Stephan Gröger, Obmann Gemeinnützige Bauvereinigungen.

„Europaweit gibt es den Trend, nicht mehr in Betongold zu investieren“, erklärt Gröger. Andere Anlageformen seien derzeit beliebter. Die Weltlage lade einfach nicht zum Investieren ein. Das betreffe Anleger gleichermaßen wie Wohnungssuchende. „Derzeit ist Angst und Sorge vor der Zukunft das größte Argument“, sagt der Gemeinnützigen-Chef.

Hohe Preise halten viele vom Wohnungskauf ab
Dieser Punkt betreffe selbst Käufer, die eine Finanzierung von der Bank bekommen würden. Die Zukunftssorgen als Bremse bei Privatinvestitionen bekommt man derzeit übrigens auch von Bankvertretern zu hören. „Das wird sich wieder ändern, wenn die wirtschaftliche Lage wieder besser ist“, glaubt Gröger.

Freilich sind die nach wie vor hohen Preise ebenfalls ein großer Hemmschuh, ergänzt Wilhelm Fenninger. „Für die meisten potenziellen Käufer ist die Finanzierung die größte Herausforderung. Wenn es mit dem Kauf konkret wird, fällt ein Großteil der Interessenten weg“, sagt der Vorstand der Genossenschaft „Die Salzburg“. Im Mietwohnbau bleiben die Gemeinnützigen ein Motor. Für mehr als 900 Mietwohnungen im gesamten Bundesland ist für 2026 der Baubeginn geplant.

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