Massive Belastung

Spritkrise: Pendler zahlen bis zu 150 Euro mehr

Niederösterreich
26.04.2026 04:59
Porträt von
Von

Auch wenn derzeit die Treibstoffpreise etwas sinken, das Haushaltsbudget der Bürger wird durch das Pendeln trotzdem stark strapaziert- Arbeiterkammer-Präsident Markus Wieser fordert deshalb: „Der Weg zur Arbeit muss leistbar sein!“

Der Weg zur Arbeit in konkreten Zahlen: In Niederösterreich pendeln derzeit exakt 391.061 Personen in einen anderen Bezirk oder sogar in ein anderes Bundesland zur Arbeit. Insgesamt sind rund 75 Prozent der Arbeitnehmer Pendler, und jeder vierte Niederösterreicher hat seinen Arbeitsplatz in der Bundeshauptstadt Wien.

So weit fahren Pendler zur Arbeit.
So weit fahren Pendler zur Arbeit.(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Der durchschnittliche Weg zur Arbeit beträgt laut Arbeiterkammer-Experten 31 Kilometer – was über dem Österreich-Schnitt von 27 Kilometern liegt. Absolut legen 107.789 Personen mehr als 50 Kilometer bei der Anreise zur Arbeit zurück (einfacher Weg) – auf der „Krone“-Grafik sind die Distanzen zum Job dargestellt.

Kriege und Krisen als Dauerthema
Durch Kriege und Krisen ist die finanzielle Belastung der Landsleute aufgrund der gestiegenen Spritpreise auf jeden Fall enorm geworden. Vor der Krise kostete ein Liter Diesel 1,47 Euro, ein Wert, der derzeit weit übertroffen wird. 150 Euro Mehrkosten pro Monat allein für den Arbeitsweg sind aktuell keine Seltenheit, wie die Statistik zeigt. „Pendeln muss leistbar sein“, gibt AK-Niederösterreich-Präsident und ÖGB-NÖ-Vorsitzender Markus Wieser den Weg vor.

Zitat Icon

Eingriffe in die Treibstoffpreise waren dringend notwendig. Es kann nicht sein, dass einzelne Ölkonzerne die aktuelle Situation ausnutzen. 

Markus Wieser, Arbeiterkammer-Präsident NÖ

Seiner Meinung nach war der Eingriff in die Treibstoffpreise „dringend notwendig“. Gerade in einem Flächenbundesland wie Niederösterreich sind Arbeitnehmer häufig auf die Verwendung eines Kraftfahrzeuges angewiesen. 40 Prozent der Niederösterreicher haben an ihrem Wohnort außerdem keine oder eine nur sehr schlechte Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

AK-Präsident Wieser wünscht sich auch da Verbesserungen: „Der öffentliche Verkehr muss weiter ausgebaut werden. In den Regionen abseits des liniengebundenen Schienen- und Busverkehrs braucht es Angebote, die bei Bedarf zur Verfügung stehen.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt