Die andere Seite einer Diagnose, die vor wenigen Monaten beim „Fall Rohrbach“ so schlimm endete. Wie die 76-jährige Monika Schenner aus Regau (Oberösterreich) einen Aortenriss überlebte, erzählen wir in unserer neuen Serie „Mehr davon“.
Es war der 26. Oktober 2025, als die Geschichte rund um eine Mühlviertlerin (55), die nach einem Aortenriss von keinem Spital aufgenommen wurde und verstarb, Österreich erschütterte – ein Fall, der eine hitzige Debatte auslöste, die bis heute nachhallt.
Selbst Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) rang damals im „Krone“-Interview mit den Tränen. Und ja: Der Fall hat aufgezeigt, wie verletzlich unser Gesundheitssystem sein kann, obwohl es eines der besten der Welt ist. Er zeigt aber nicht das ganze Bild. Geschichten, die Mut machen, gehen viel zu leicht unter. So eine Geschichte wollen wir aber jetzt erzählen – jene von Monika und Manfred Schenner.
Wenn plötzlich alles ganz schnell geht
Sie ist 76, er 79 Jahre alt. Das Paar lebt gemeinsam in einem idyllischen Häuschen in Regau. Beim Besuch der „Krone“ merkt man sofort, wie gern einander die beiden haben. Ein Blick und ein Lächeln genügen. Doch am 31. März geriet ihre heile Welt ins Wanken: Weil Monika Schenner plötzlich über starke Schmerzen im Brustbereich klagt, eilt das Paar zu seinem Hausarzt. Dann die rasche Überweisung ins Klinikum Vöcklabruck, wo schnell klar wird: Aortenriss. Die gleiche Diagnose, die Monate zuvor in Rohrbach so schlimm geendet hatte.
Ein Wettlauf gegen die Zeit
Diesmal funktioniert aber die Kette von Entscheidungen. Der Notarzt bringt Schenner in akuter Lebensgefahr ins Klinikum Wels-Grieskirchen, wo sie stundenlang notoperiert wird – ein Wettlauf gegen die Zeit. „Gegen Mitternacht hat das Spital angerufen und gesagt, dass es ihr jetzt wieder gut geht“, erzählt Manfred Schenner mit zittriger Stimme. Dann lächelt er: „Und jetzt kann sie schon wieder Anordnungen treffen.“
„Mehr davon“ ist die Serie für Geschichten über alles Positive, das in Oberösterreich passiert und meist viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Für Ideen, die anstecken. Für Menschen, die zeigen, wie es gehen kann. Sie haben etwas erlebt, gesehen oder gehört, bei dem Sie sich gedacht haben: „Davon brauchen wir mehr!“ Dann schicken Sie uns gerne Text und Fotos an lisa.stockhammer@ kronenzeitung.at
„Habe mich so gut aufgehoben gefühlt“
Das Leben von Monika Schenner hing am seidenen Faden, sie ist ihren Rettern unendlich dankbar: „Auch die Nachsorge war hervorragend, ich habe mich so gut aufgehoben gefühlt.“ Mittlerweile kann sie sogar schon wieder durch ihren geliebten Garten spazieren.
Das Ehepaar betont immer wieder, wie gut und schnell alles abgelaufen ist. Schön, wenn das System funktioniert. Mehr davon!
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